Archiv für Juni 2010

Da hab ich es gefühlte 285 Jahre geschafft mich um einen IKEA Besuch zu drücken und nun wollte das Schicksal jemand, dass wir zu Ikea fahren, also taten wir auch selbiges…

Im schwedischen Möbelhaus findet man ja fast alles was es so gibt, egal ob sinnvoll und nützlich oder eher nicht so ganz – Ikea hat einfach alles!

Da gibt es sogar Bleistiftstummel, Papierzollstöcke -maßbänder und Merkzettel gratis an jeder größeren Ecke. Falls man dann zu faul sein sollte etwas auf zu schreiben, dann kann man sich auch von den Ikea – Leihtaschen eine ausleihen und den Krempel Artikel seiner Wahl direkt mitnehmen. Die Tasche muss aber unbedingt zurück gegeben werden, denn nur die blauen Tüten von Ikea dürfen ans Tageslicht, denn die gelben Ikeatüten neigen bei direkter Sonneneinstrahlung >0,01 Sekunden zum Explodieren – Oder so ähnlich… 😉

Aber egal, kommen wir zu meinem (als nicht ständiger Ikea Besucher) wesentlichen Highlight: Die Selbst-Abkassieren-Kassen!

Es ist tatsächlich möglich, dass man seinen Einkauf selbst einscannt, bezahlt und sich dann auch noch den Kassenbon ausdruckt, wenn man ihn den haben möchte – Ich bin begeistert 😀

Da werden doch glatt drei Kassenfrauen (oder -männer) weggestrichen, denn die vier Ikea-Selbst-Abkassieren-Kassen hat ja auch einer im Blick. Bei ehrlichen Menschen mag das ja auch tatsächlich klappen, aber wenn Ollek und Bollek [Anm. des Autors: oder Fritz und Franz oder Bla und Blub…] diese Kasse nutzen könnte ich mir da durchaus vorstellen, dass der Eine oder Andere Artikel nicht gescannt wird. Da Hilft es auch nicht wirklich, dass die Ikea AGB´s vorschreiben man dürfe nur 15 Dinge selbstständig abkassieren…das nötigt mich mit meinen 17 ja quasi dazu zwei weg zu lassen, wenn ich nicht ne Stunde an der Kasse warten möchte, an der noch andere meinen Kram scannen 😛

Aber mal ein praktisches Beispiel: Man darf also nur 15 Artikel haben, da sonst vermutlich den Ikea Adleraugen entgehen könnte, dass jemand nicht alles einscannt. Soweit ja verständlich, wobei ich vier Personen á fünfzehn Artikel schon eine Menge finde, wenn ich alle und alles beobachten soll.
Mal angenommen da kommen vier Männer mit jeweils 15 winzigen Dekoartikeln (Duftteelichter, Blümchenuntersetzer, Minikissen fürs Sofa, …) und alle gleichzeitig. Würde die geschulte Selbst-Abkassieren-Kassen-Aufsicht da den Überblick behalten und alles sehen?

Vermutlich ja, denn die Sache wäre von vornherein schon so verdächtig, dass vorsorglich alle vier verhaftet werden würden…oder hast du schonmal so viele Männer auf einem Mal diese Mengen Dekoartikel kaufen sehen?

Okay, Spass beiseite. Die Sache mit den Kassen zum selbst Abkassieren bei Ikea ist ja echt nicht schlecht für den Kunden mit wenigen Artikel, der auch mit Karte zahlen will. Ikea hat auch etwas davon, denn es werden wieder mal drei Arbeitnehmer eingespart…aber ob das nun wiederum so gut ist, ist halt noch die Frage…

Schlagwörter: , , , ,

Comments 12 Kommentare »

Wie bereits berichtet ist Thunderbird ein kostenloses Emailprogramm, welches es problemlos mit Outlook aufnehmen kann – Und noch vieles mehr! Der wesentliche Teil ist heut aber die Erweiterung „Enigmail„, mit dessen Hilfe sicheres Mailen möglich wird.

Enigmail ist bereits in dem Portablen Thunderbird enthalten und muss eigentlich auch nicht kompliziert konfiguriert werden. Beim entpacken / installieren des Thunderbird habt ihr ja gleich EnigMail aktiviert, sodass wir heute mir dem wirklich sicheren Mailen direkt starten können 🙂

Als erstes erzeugen wir mal die nötigen Schlüssel für das sichere Mailen.
Das Thunderbird gestartet und euer Emailkonto eingerichtet sein muss erklärt sich von selbst denke ich, daher erwähne ich das heute nicht extra 😛
1. „OpenPGP“ in der Menüleiste anklicken
2. „Schlüssel verwalten“ auswählen
3. Oben rechts im Menü den „Erzeugen – Button“ nutzen
4. Neues Schlüsselpaar wählen
Thunderbird mit EnigMail PGP Schlüssel erstellen5. Alle erforderlichen Daten eingeben (siehe auch das Bild rechts)
– Bei Benutzer-ID eure Emailadresse wählen
– Passphrase: Ein Passwort, solltet ihr schon definieren!
– Ablaufdatum: Läuft nie ab => Gültigkeit für immer
6. „Schlüsselpaar erzeugen“ klicken
7. Ein wenig am Rechner rumklicken oder GenesLebenswerk.de besuchen…dauert nen kleinen Moment…
8. Die Meldung zum Erzeugen eines Zertifikats bestätigen, dass Passwort eingeben und einen Speicherort für das Zertifikat auswählen. Dies braucht man, wenn einem der Private Schlüssel geraubt wurde und man seine privaten Schlüssel für ungültig erklären muss / will!
9. Die Meldung bestätigen
10. Wieder angekommen in der „Schlüsselverwaltung“ das Häkchen oben rechts für „Standardmässig alle Schlüssel anzeigen“ setzen.
11. Fertig! Ihr seht nun euren Schlüssel und könnt ab sofort sicher Mailen.

Sicherheitshalber exportieren wir hier gleich nochmal öffentlichen und privaten Schlüssel, dann haben wir die später schnell zur Hand. Den Privaten solltet ihr euch gut weglegen (auf CD Brennen, ins Backup integrieren, …), denn der ist (wie der Name schon sagt) privat. Der wird gebraucht um Mails zu entschlüsseln…solltet ihr irgendwann von Thunderbird mit Enigmail auf ein anderes Tool wechseln, dann könnt ihr diesen einfach importieren und das sichere Mailen geht weiter. Der Zweite, öffentliche, ist der Schlüssel, den alle anderen brauchen. Darum exportieren wir auch diesen. Später kann man ihn dann leicht allen Freunden zukommen lassen.

Zum Exportieren der Schlüssel:
1. Rechtsklick auf das Emailkonto (Wir befinden uns noch immer in der Schlüsselverwaltung!)
2. „In Datei exportieren…“
3. Als erstes den „Nur öffentlichen Schlüssel – Button“ klicken und einen Speicherort festlegen. PS: Der Dateiname darf nach eigenen Wünschen angepasst werden.
4. Erneut Schritt zwei ausführen, diesmal „Geheime Schlüssel“ wählen und ebenfalls abspeichern
5. Fertig

Nun haben wir die Schlüsselverwaltung eigentlich abgeschlossen, sodass dem Mailen nichts mehr im Wege steht! Es ist nun aber von Vorteil, wenn eure Emailkontakte euren öffentlichen Schlüssel haben, denn sonst funktioniert das mit dem sicheren Mailen nicht so gut :-/
Entweder tauscht ihr die öffentlichen Schlüssel und einer ‚offenen‘ Email oder ihr ladet ihn auf einen Schlüsselserver hoch, dort kann ihn dann auch jeder finden. Meiner liegt zum Beispiel im PGP Global Directory, sodass ihn jeder findet (Tipp: Suche von „ist“ auf „enthält“ umstellen!)

Was muss man nun tun um auch dort auch gefunden zu werden? Die PGP Global Directory Seite besuchen „Schlüssel hochladen“ klicken. Nun den ÖFFENTLICHEN Schlüssel von vorhin angeben und „hochladen“. Ihr erhaltet dann eine Email, in der weiter Handlungsanweisungen stehen – Hier geht es nur darum, dass ihr es auch wirklich wart und es wolltet! Ein klick auf den Link in der Mail und die Sache ist quasi safe 😀 Trotzdem lest mal was da so steht, auch auf der Seite wo ihr landet.

Nun erkläre ich noch eben wie ihr den Schlüssel eines anderen importiert, damit es endgültig läuft mit dem sicheren Mailen. Als erstes besorgt ihr euch einen öffentlichen Schlüssel – Zum Beispiel meinen! Anschließend wechselt ihr nochmal in die Schlüsselverwaltung (siehe oben) und klickt dort einfach auf Datei => Importieren. Jetzt die Datei / öffentlichen Schlüssel von mir auswählen und bestätigen. Anschließend Fenster schließen und mir ne Mail schreiben 😉

Grundsätzlich ist die Konfiguration von Thunderbird mit EnigMail so, dass ab sofort alle Emails digital signiert, aber nicht verschlüsselt werden. Um auch das zu tun, was aber wirklich nur dann sinnvoll ist, wenn der Empfänger sie auch entschlüsseln kann, dann in der neuen Email den großen Button mit dem Schloss und Aufdruck OpenPGP klicken und das Häkchen für Verschlüsseln setzen. So einfach ist das mit dem sichern Mailen 🙂

Sollte es noch offene Fragen geben, dann einfach raus damit! Die werden vielleicht nicht innerhalb von 30 Minuten beantwortet, aber ich bemühe mich um zügige Hilfestellungen 🙂

Schlagwörter: , , , , ,

Comments 3 Kommentare »

Ein wirklich einfaches zu bedienendes und trotzdem komfortables Emailprogramm gibt es nur als teure Version aus dem Hause M$? Nein, definitiv nicht! Von Mozilla gibt es mit Thunderbird eine sehr gute Alternative!

Im Rahmen der Sicher Mailen / PGP-Aktion stelle ich euch heute Mozilla Thunderbird Portable mit EnigMail vor. Der wesentliche Teile heute ist erstmal der Thunderbird, das sicher Mailen mit Hilfe von EngiMail machen wir dann morgen 😉

Die Nutzung der Portablen Version hat den wesentlichen Vorteil, dass ihr euren Mailclienten einfach auf einen (verschlüsselten ) USB-Stick ziehen und dann von jedem Rechner aus eure Mails lesen und schreiben könnt, ohne dass irgendwas installiert werden müsste. Muss man nicht machen, kann man aber 😀

Okay, nun aber zum DonnerVogel!

Als erstes ladet ihr euch am Besten das fertige Paket von der GnuPT Homepage runter. Die kleine Datei müsst ihr dann ausführen und die Frage nach dem Speicherort, wo eure portable Version gespeichert werden soll, beantworten. Der Platzbedarf liegt bei etwas 35MB, ich empfehle aber durchaus das doppelt an Speicher bereit zu stellen.

Habt ihr diesen Schritt geschafft, dann Thunderbird-Portable starten – Oder beim Setup / entpacken gleich das Häkchen gesetzt lassen, wodurch automatisch gestartet wird. Die folgende Frage, ob Thunderbird mit EnigMail gestartet werden soll unbingt mit JA! beantworten. Nun wird Thunderbird nochmal auf den aktuellsten Stand geupdatet, wodurch sichergestellt ist, dass die neuste und sicherste Version genutzt wird. Der Updateassistent macht da alles allein, da bedarf es nur einmal eurer Zustimmung 😉
Bei diesem Vorgang muss unbedingt eine Internetverbindung bestehen, sonst klappt es natürlich nicht und ihr erhaltet eine entsprechende Fehlermeldung!

Wenn auch das geschafft ist, dann gehts wirklich los mit dem Einrichten. Vormachen werde ich es mit meinem Web.de-Account, für andere Emailprovider wie GMX, Yahoo, AOL oder wie sie alle heissen mögen, ist es ganz genauso, nur das die Server verständlicher Weise andere Namen haben und ggf. andere Ports wüschen. Dazu gibt es hier eine kleine Übersicht!

Thunderbird Portable Email Account einrichten

Beim ersten Starten werden ihr gleich nach den wichtigen Informationen wie Name, Emailadresse und Passwort gefragt. Dies eingeben und weiter klicken. Es folgt die automatische Erkennung der Serverdaten und Ports. Wenn dies nicht klappt, dann über den „Bearbeiten-Button“ Änderungen vornehmen. Rote bzw. grüne Anzeigen zeigen euch ob die Daten passen. Bedenkt aber, dass bei Freemailer mit Bezahloption für mehr Leistungen oft IMAP als Posteingangsserver erkannt wird, obwohl für Free-User nur POP3 zur Verfügung steht! Am Beispiel Web.de sollte es so sein, wie es oben rechts zu sehen ist.

Thunderbird Portable ServereinstellungenThunderbird Portable Abruffehler Web.de

Hier solltet ihr gleich nochmal die Benutzerdefinierten Einstellungen öffnen und die Zeit, nach der erneut nach neuen Emails gesucht wird, auf 20 Minuten stellen, denn Web.de erlaubt FreeUsern nur alle 15 Minuten den Emailcheck!
Hier ist auch ganz wichtig, dass das Feld für Emails auf dem Server belassen aktiviert ist (Standard) sonst würde Thunderbird es so machen wie Outlook zum Beispiel und alle Mails vom Server laden und dort direkt löschen! Das ist uncool, sollte euch Thunderbird nach dem Testen doch nicht zusagen 😉
Wenn ihr euch endgültig für Thunderbird entschieden habt, dann kann man die Emails natürlich vom Server ziehen!

Thunderbird Portable Ansichten

Das war schon das Schlimmste, nun werden eure Email schon abgeholt. Was man nun noch machen kann ist Feintuning, wie beispielsweise Filterregeln, mit denen Bestimmte Mails gleich in einen Ordner verschoben werden.
Dazu muss nur ein Ordner erstellt werden, ähnlich wie im Explorer. Ein Rechtsklick auf euer Web.de-Postfach im Linken Bereich und dann „Neuer Ordner…“, einen Namen vergeben und fertig – Schon habt ihr den Ordner.

Thunderbird Portable Filter einrichten

Die Filterregel erstellt ihr via Menüeintrag „Extras“ oben in der Menüleiste, gefolgt von „Filter“. Im Folgenden Fester einfach „Neu“ und schon kann es losgehen. Ich habe als Beispiel folgendes erstellt: Alle Emails, die „geneslebenswerk“ im Absender enthalten, werden automatisch in den Ordner „Emails“ verschoben. Dadurch laden sie nicht zwischen allen andern im Posteingang, sondern sind gleich sauber wegsortiert! Passend zum Beispiel habe ich mir eine Email geschickt. Das Bild zeigt Thunderbird mit der angewendeten Filterregel.

Eine ganz wichtige Funktion hat bei Thunderbird die „Lesebrille“ oder „Tape / Videokassette“ jenachdem wie man diesen Button nennen möchte => Thunderbird Email-Lesen-Status-Button
Ein Klick auf den grünen Punkt unter diesem Button sorgt dafür, dass diese Email als gelesen markiert wird. Der Punkt wird grau und die Textzeile ist nicht mehr fettgedruckt. Soll die Mail nun doch wieder ’neu‘ sein, dann einfach auf den grauen Punkt klicken und schon ists wieder Fettschrift und grün = Ungelesen! Leider gibt es keine mir bekannte Tastenkombination, die dem Strg+Q bei Outlook entspricht – Zumindest hab ich keine gefunden 🙁

Okay, dass war jetzt eigentlich alles was man erzählt bekommen muss, alles weitere ist mehr als selbsterklärend. Zum Schreiben einer Email einfach den „Verfassen“ Button nutzen und schon gehts los…die Felder sind benannt mit Empfänger, Betreff und Text – Was wo reingehört erklärt sich von selbst 😉

Zu den Funktionen der Buttons / Menüeinträge OpenPGP, Entschlüsseln und ähnliches kommen ich im nächten Beitrag zu sprechen. Kurz gedulden und Ruhe bewahren 🙂

PS: Ich hab gerade noch bei Jan gelesen, dass man sogar eine Passwortabfrage vor dem Öffnen der Postfächer integrieren kann. Dadurch ist es möglich, dass nur du dein Thunderbird öffnen bzw. die Email abrufen kannst! Mehr dazu in seinem Beitrag Startkennwort für Thunderbird“

Schlagwörter: , , , , , , ,

Comments 2 Kommentare »