Archiv für Juli 2011

Es war mal wieder Samstag und so mit Zeit für einen Wandertag! Gestern ging es also mit dem Auto wieder zum Eibsee, um von dort die Tagestour zur Wiener-Neustädter-Hütte zu starten.

Die Wiener-Neustädter-Hütte befindet sich etwas oberhalb von 2200m und ist quasi die letzte Station vor der Zugspitze, wo auch diese Reise eigentlich hingehen sollte. Inzwischen habe ich aber festgestellt, dass es nicht wirklich eine halbwegs gefahr- und kostenlose Möglichkeit gibt auf den Gipfel zu kommen – Es sei denn man ist Bergsteiger oder -kletterer!

Da ich beides eher nicht bin, endete die gestrige Tour eben bei dieser Hütte, was aber auch nicht schlimm war…abgesehen davon, dass auch bei dieser Tour, wie bereits beim Versuch über den Riffelrieß, meine Motivation weiter zu gehen oft die Tatsache war, dass ich ja nicht wieder runter gehen müsse – Da kann man ja die Zugspitzbahn nehmen.

Auf nach Österreich

Okay, abgesehen davon war es wirkliche eine schöne Tour. Man beginnt auf Top ausgebauten Wanderwegen am Eibsee, wandert dann ein kurzes Stück auf der Piste hinauf und nutzt dann wie wirklich gut ausgeschilderten bzw. gekennzeichneten Wege. Im Gegensatz zur Riffelrieß-Aktion ist der Weg zur Wiener-Neustädter-Hütte wirklich gut gekennzeichnet. Vorallem kann man hier wirklich von einem Weg reden! Dieser wird zwar im späteren Verlauf, vorallem nach verlassen des Freistaates über die Grenze nach Österreich, schon anspruchsvoller, aber bleibt angenehm zu gehen. Der Level steigt aber mit der Zeit und schon bald sind wir auf dem Level, bei dem es mindestens mal Wandern Level 2 ist 😉

Zeitweise ist der Weg super zu erkennen, dann mal wieder nur weil er alle drei bis fünf Meter durch rote Steine / Farbe makiert ist. Es ist halt keine Wandertour für Anfänger, aber das muss ja auch nicht immer sein 😀

Finde den Weg nach oben

Auf diesem Weg habe ich sogar den einen oder anderen Menschen getroffen, was wirklich schön ist, denn dann weiß man wenigstens, dass hier tatsächlich mal jemand unterwegs ist…

Nach guten dreieinhalb Stunden war ich am vorläufigen Ziel meiner Reise – Der Wiener-Neustädter-Hütte! Hier habe ich ein Päuschen eingelegt und mich mit dem einen oder anderem unterhalten, der auch gerade hier verschnaufen wollte. Dabei kam für mich die oben bereits angesprochene Entscheidung, dass es eher uncool wäre, weiter Richtung Zugspitze zu gehen :-/

Ich gebe mal mit eigenen Worten wieder, was ich so über meine Wandertour und die Planung, weiter zur Zugspitze zu gehen, erfahren habe. Den Weg von der Wiener-Neustädter-Hütte könnte man durchaus ohne Kletterausrüstung weiter Richtung Zugspitze nehmen, muss man aber nicht machen. Der freundliche Herr meinte er hätte es schon gemacht, war auch kein Problem…trotzdem hatte er es heute erneut vor und neben der Grundausstattung auch noch Steigeisen und co dabei, falls irgendwo Schnee sein würde…
Der Weg hier hoch zur Hütte sei ausserdem für einen Zustieg schon recht sportlich, aber halt ein Zustieg und kein Klettersteig – Der starte erst hier und gehe dann hoch zu Zugspitze!

Auf Grund dieser mir einleuchtenden Geschichte, habe ich dann entschieden, dass es wohl klüger wäre das Tagesziel erneut neu zu definieren und mich mit dem Erreichten zufrieden zu geben!

Diese Entscheidung wurde auch belohnt, denn abgesehen von einem Sonnenbrand habe ich keine Schäden bei meiner „Wandertour“ genommen!

Hier wieder einige Eindrücke
Top Aussicht von unterwegs Blick auf den Eibsee Das eigentliche Ziel - Die Zugspitze
Eine Aussicht von unterwegs, ein Blick aus 2220m Höhe auf dem Eibsee und das eigentliche Ziel! 😉
Aussichtepanorama über Wald auf Berge
Ein kleines Aussichtepanorama vom Weg zur Hütte über Wald auf Berge.

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Das ich einen Ford Focus fahre ist ja kein Geheimnis und dass ich mein Auto liebe habe ich auch schon mal erwähnt…

Nun kommen wir zu einer neuen Geschichte im Leben meines Ford Focus!
Vor einiger Zeit, ungefähr genau vor zehn Wochen, habe ich mich dazu durchringen können, meinen kleinen Focus zu Upgraden. So wurde vor neun Wochen eine Kampfwertsteigerung durchgeführt, sodass nun Anhänger mitgenommen werden können!

Bei der Montage der Anhängerkupplung musste natürlich die Heckstoßstange des Focus abgenommen werden – Das ist ja nunmal technisch nicht anders machbar. Mir grundsätzlich ja fast egal, da ich relativ wenig an meinem Focus schraube…das überlasse ich den Profis.
So auch dieses mal, nur als ich meinen Ford abholen wollte, frage man mich, ob ich mir im klaren darüber sei, dass mir der Focus unterm Hinter wegroste…???

Natürlich nicht!!! Bei der Montage der Anhängerkupplung fiel dem kompetenten Mechaniker aber eben genau dieses Manko an dem kleinen auf. Die Kotflügel rosten fleissig vor sich hin…das missfiel mir, verständlicher Weise hoffe ich, natürlich sehr. Das ganze war an einem Samstag…folglich war ich mit meinem Focus am Montag direkt beim Ford Vertragshändler, der das Auto als Neuwagen und ein Jahr später (mir) als Jahreswagen verkauft, alle Inspektionen und Korrissionsschutz Kontrollen gemacht und eigentlich auch mein vertrauen hat.

Die Aktion an sich war auch erfolgreich. Der Ford – Mann sagte in etwa „Ja, dass ist ein Fall für die Durchrostungsgarantie…“ und fotografierte das sichtbare. Nach geraumer Zeit erreichte ich besagten Ford – Menschen heute endlich…und er sagte mir nichts gutes. Ford Deutschland ist mal wieder Kumpel wie Sau und sagt, dass mit dem Wegrosten des Focus liegt daran, dass die Anhängerkupplung von einer inkompetenten, Ford unwürdigen, Amateurwerkstatt durchgeführt worden sei!

Natürlich, durch das Abnehmen der Heckstoßstange rostet in 0,0025 Sekunden mal eben das halbe Auto weg…so ein total Schwachsinn…es geht hier eindeutig nicht um einen Montagefehler bei einer falschen Montage, sondern darum, dass mein Focus im zarten Alter von knapp vier Jahren einfach mal so weggammelt!

Dem Fordautohaus zugute halten muss ich, dass sie direkt Einspruch gegen die Garantieabteilung von Ford Deutschland erhoben haben. Nun hoffe ich natürlich, dass die Sache sich noch auf die halbwegs friedlich Art lösen lässt, sonst müssen da wohl wieder schwere Geschütze aufgefahren werden…hat beim letzten Mal ja auch geholfen 😉

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Ich war mal wieder ein wenig in den Bergen unterwegs. Heute bzw. gestern sollte es über den Riffelrieß in Richtung Zugspitze gehen. Kommen wir gleich zur Sache, das Tagesziel wurde nur Erreicht, weil es umgeplant wurde!

Fangen wir ganz vorn an, bei der Tourenplanung. Der Samstag sollte genutzt werden sich körperlich zu ertüchtigen, den höchsten Berg Deutschlands zu erklimmen und eine schöne Aussicht zu genießen. Nun also mal eben in den Routenplaner geschaut und siehe da, die Anfahrt mit dem Auto ist natürlich nicht bis hoch zu Zugspitze gegeben, aber wir wollten ja eh wandern. Als Parkplatz eignet sich das weitläufige Privatgelände am Eibsee, dort kostet das Parken auch nur drei Euro am Tag – Für einen unbewachten Parkplatz ohne Haftung schonmal super :-/

Okay, da bleibt der Karren also stehen. Die weitere Erkundung des Kartenmaterials mit Hilfe von MapSource ergab, dass es einen super Fußweg vom Parkplatz zum Riffelrieß gibt, der sich sogar weiter bis zum Gipfel der Zugspitze nutzen lässt. So war dann auch der Plan und die Reise begann am Samstag morgen!

Gut erkennbarer Weg

Der Start verlief super, ein einfacher Weg, der mit einem voll geländefähigen fahrbarem Untersatz auch noch zu bewältigen wäre – Zumindest der erste Kilometer, auf dem es auch nur 200 Höhenmeter waren. Dann aber wurde es eher ein oft genutzter Pfad, der sich aber schon wenige 100m weiter in einen selten genutzten wandelte. Es dauerte eigentlich nur wenige Meter, dann war es schon schwer den Weg zu sehen, aber machbar…einmal falsch abgebogen, da es ein sehr verzweigtes Trampelpfad Netz ist, aber zügig auf den eigenen Weg zurück gefunden – Navi sei dank!

Auf diesen noch erkennbaren Pfaden war die Steigung teilweise schon deutlicher, aber durchaus machbar. Schlimmer wurde es erst nachdem die Schienen der Eibsee / Zahnradbahn überquert waren. Hier stand übrigens das einzige Schild auf dem ganzen Riffelrieß – Weg!

Von hier an gab es faktisch keinen Weg mehr. Es deutet sich zwar etwas an, aber wenn mein kleiner Freund Garmin nicht gesagt hätte, dass sei der Riffelrieß, dann wäre ich fest davon überzeugt es gebe keine Weg – Ausser vielleicht Laufrouten von Bergziegen o.ä. 😀

Nun denn, du willst den Berg hoch also los! Die Reise ging also weiter, immer den Hügel hinauf…hinauf war auch der Hauptfaktor – Bei 200m Fortbewegung Richtung Ziel wurden mal eben nebenbei 100 Höhenmeter mitgenommen => Das ist schon ein wenig anstrengend. Ab hier ging dann auch die wirklich Suche nach dem Weg los. Das Navi musste wirklich den Weg weißen, denn zu erkennen war nichts mehr…aber umkehren? Niemals!

Das Spielchen ging dann noch eine ganze Weile weiter, denn der Riffelrieß sollte ja bezwungen werden! Es ging durch Tannenbüsche bis Wäldchen, über Freiflächen und Geröllhänge…bis, ja bis zur Neuausrichtung der Tageszielsetzung!

In 1840m Höhe war die Motivation, den Aufstieg fort zu setzen zwar da, aber die Beurteilung der Lage ergab, dass es klüger währe, es nicht zu tun – Auch wenn seit geraumer Zeit der einzige Grund für die Fortsetung des Aufstiegen war, dass der Abstieg des bisher geschafften die Hölle sein müsse!

Kurz zur Örtlichkeit: Alles vom eigenen Standort auf in Richtung oben bestand aus einer Geröllfläche, auf der gemäß Karte ein „Pfad“ sein sollte, aber keiner erkennbar oder auch nur zu erahnen gewesen währe. Aus diesem Grund und auf Grund meiner äußerst qualifizierten Ausrüstung (mit der mich wahrscheinlich keiner bis hier hätte hochgelassen), wurde das Tagesziel neu definiert: Heil den Berg wieder hinunter zum Eibsee.

Gesagt getan…der „Weg“ war nun ja quasi schon bekannt…

Diese Entscheidung wurde auch unmittelbar nach Aufbruch belohnt, denn es gab einen „kleinen“ Wetterumschwung…und innerhalb von drei Minuten waren die Wolken, die eben noch die Gipfel umgaben auf und unter meiner Höhe…aus dem Tal hörte man schon ein schönes Donnern und dann setze auch noch Regen ein…ein Traum!

…erstaunlicherweise tauchte der Riffelrieß nun stellenweise doch deutlicher auf. Die Änderung des Blickwinkels, von oben statt von unten, half tatsächlich um ihm zu folgen. Am Ende war es dann doch ein deutlich anderer Weg, der mich wieder zu den Schienen der Eibseebahn führte, aber zumindest bin ich dort wieder angekommen 😉

Von da aus gings dann über das Trampelpfadsystem zurück zum Weg und zum Parkplatz…insgesamt war die Riffelrieß – Tour schon schön, wenn auch zeitweise sehr anstrengend und gefährlich. Ich rate sicherheitshalber allen davon ab, diesen Weg alleine und ohne qualifizierte Ausrüstung zu begehen! Wanderschuhe und nen Rucksack mit Jacke und Trinkflasche reicht definitiv nicht! Sollten aber trotzdem dabei sein 😀

Hier noch einige Eindrücke
Ausblick auf den Eibsee Die erwähnte Bergziege
Ausblick auf den Eibsee und eine der erwähnten Bergziegen 😉
Blick in Zielrichtung Gute Sicht auf dem Rückweg
Der Grund, warum es nicht weiter den Berg hinauf ging und eine schöhe Aussiche beim Rückmarsch (nach dem Regen).

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