Archiv für Dezember 2016

Über das Nachrüsten einer Standheizung hat bestimmt schon fast jeder einmal nachgedacht. Wenn es wieder leicht winterlich wurde, das erste Mal im Jahr der Eiskratzer zum Einsatz kam oder es einfach nur total eklig nasskalt war…da wünschte sich doch jeder schon mal ein vorgeheiztes Auto. Ist ja auch nichts verwerfliches, es ist nur teuer 😀

In der letzten Woche war es dann bei mir soweit, ich surfte ein wenig durchs Netz, auf der Suche nach Informationen zu einer Standheizung…wie man es dann aus Funk und Fernsehen kennt, landet man früher oder später bei Webasto

Bevor es hier zum Aufschrei kommt, dies ist kein Werbeartikel für Webasto! Vielleicht sollte ich es eingrenzen, ein wenig vielleicht schon…da ja bekanntlich nur keine Presse schlechte Presse ist :-/

Wie dem auch sei, auf jeden Fall wollte ich mich informieren und tat dies auch. Auf den ersten Blick schien das auch alles ganz toll und tatsächlich nicht mal dramatisch, was den finanziellen Aufwand betrifft. Leider gibt die Webasto – Website keine konkreten Preise bekannt oder versteckt diese zumindest ausreichend gut. Das offensive Werbeangebot ist aber nicht zu übersehen und eine unverbindliche Angebotsanforderung quasi unvermeidlich.

Die angebotenen Preise gestalteten sich erstaunlich günstig…laut Webasto soll ein Kleinwagen (z.B. Opel Corsa) bereits für 1.200 Euro eine Standheizung bekommen können. Bei der Oberklasse ist leider keine Liste der Fahrzeuge hinterlegt, aber das Symbolfoto hat gewisse Ähnlichkeit mit einem Mercedes ML oder SUVs im allgemeinen. Hier müsste man wohl um 1.150 Euro berappen.
Die für mich interessante Mittelklasse, auch wenn mein Focus nicht mehr existiert, ist erstaunlicherweise mit 1.050 Euro sogar die billigste!

Für gute 1.000 Euro immer ein warmes Auto und nie wieder kratzen? Das bin ich durchaus bereit zu investieren. Also kurz den Fahrzeugschein ausgepackt, die Schnlüsselnummern ins Angebot-Anfordern-Formular getippt, Emailadresse und Anschrift ergänzt und das unverbindliche Angebot angefordert.

Inzwischen ist die Antwort da…bzw. die Angebote sind via Mail eingetroffen. Positiv ausgedrückt: Leichte Ernüchterung. Realistisch: Brutale Verärgerung!

Warum? Schnell und in kürze erklärt. Der Angebotspreis von der Webasto – Website sagt „Großen Komfort nachrüsten ab €1.056,96“, die Realität dann aber etwas anderes. Klar, Werbung macht immer alles größer, schöner, besser und günstiger, dass es etwas teurer werden wird war von vornherein klar. Es ist nun aber so, dass das erste Angebot bei 2.250€ lag – Ist ja nur Aufpreis von 113% im Vergleich zur Werbebotschaft!
Beim zweiten Angebot, welches etwas später in meinem Postkasten auftauchte, könnte ich richtig „sparen“. Der Normalpreis lag hier bei nur 2.160 Euro und könnte auf 1.950€ gedrückt werden, wenn ich kurzentschlossen handeln würde. Klingt nach dem ersten Schock schon etwas besser, aber ist noch meilenweit vom in Aussicht gestellten entfernt.

Schlussendlich muss ich wohl weiterhin Schneefegen, Eiskratzen und auf längeren Fahrten die ersten Kilometer die Jacke im Auto anbehalten…bei aller Liebe, aber der Preis für das Nachrüsten einer Standheizug ist mir dann doch etwas hoch. Die Werbegebahren von Webasto empfinde ich schon fast als Kundenverarsche, was ich denen auch via Kontakformular auf deren Homepage mitgeteilt habe. Ich denke zwar, dass sich daran wenig ändern wird, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

Alles Auto- und Mitfahrern eine möglichst schnee- und eisfreie Fahrt, bei erträglichen Temperaturen – Auch ohne Standheizung 🙂

*Nachtrag*
Das dritte Angebot eines Webastovertreter der Region ist eingetroffen…diesmal wirds auch wirklich ein Angebot, versprochen. Jetzt sind es nur knapp über 2.300 Euro! Aber dafür beteiligt sich Webasto höchst selbst mit 230 Euro an den Einbaukosten, wenn noch in dieser Woche zugeschlagen wird – Was habe ich herzlich gelacht!

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Nach unzähligen Bahnfahrten in den letzten Jahren habe ich es nun gewagt und bin auch mal erste Klasse gefahren…natürlich ein voller Erfolg, könnt ihr euch ja denken  ; )

Aber im Ernst: Auf Grund dessen, dass in der zweiten Klasse kein Sparpreis mehr verfügbar war, wollte ich etwas anderes versuchen. Als mehr oder minder treuer Kunde der Deutschen Bahn, mache ich natürlich beim bahn.bonus – Programm mit. Da ich inzwischen ausreichend voll bezahlte* Bahnfahrten hinter mir habe bzw. einen zumindest sinnvoll nutzbaren Haufen an bahn.bonus – Punkten besitze [Anm. des Autors: Eigentlich müsste es heißen ‚besaß‘.] wollte ich versuchen eine sogenannte DB Freifahrt zu buchen. Klingt ganz einfach, ist es auch…zumindest fast :-/

Die Buchung an sich ist super einfach, wenn man zwei Dinge beachtet.
1. Nicht Montag versuchen für Donnerstag eine Fahrkarte zweiter Klasse mit Zugbindung zu ‚kaufen‘.
Anmerkung dazu: Mit Zugbindung ist deutlich günstiger als die Freifahrt Flex, bei der nur Start, Ziel und Reisetag festgelegt sind und Sparpreistickets sind dann, wenn überhaupt noch verfügbar, nur n Eurofuffzig günstiger als der Normalpreis.
Meine Vermutung: Kein Sparpreis mehr verfügbar = Keine Freifahrt buchbar.
2. Sicherstellen, dass man nur mit der Deutschen Bahn fährt. Klingt leichter als es ist!
Denkt mal scharf nach, in was für Züge ihr so steigt…Klar die sehen alle ziemlich gleich aus, fahren alle auf den selben Schienen und alle im Auftrag der Deutschen Bahn, aber genau da scheint der Hase im Pfeffer begraben!
Wenn die gewünschte Fahrt nun zum Beispiel mit einem der Bahnunternehmen startet und / oder endet die nicht Deutsche Bahn, sondern z.B. Nordostseebahn, Flexx, BRB, etc. heißen, dann erfüllt dies nicht die Kriterien der Freifahrt.

Nun aber zurück zu meiner Bahnfahrt erster Klasse.
Wie bereits angedeutet, es gab nichts mehr zu holen in der zweiten Klasse. Dann also vollbeherzt auf den Guthabenhaufen geklickt und das Glück in der ersten gesucht. Siehe da, dass geht – Nur 50% mehr bahn.bonus Punkte investieren und es klappt auch mit der Freifahrt :-$

Im Regionalverkehr zum ICE ist es wirklich ein riesen Vorteil muss ich gestehen. Der übliche Feierabend / Pendlerverkeher zieht unberührt an einem vorbei, denn die ca. 16 Sitzplätze in der ersten Klasse sind überwiegend frei, während der Rest des Zuges durchaus gut gefüllt ist, zeitweise auch leicht überfüllt scheint. Hier also schon mal ein klares plus, trotz des eigentlichen fast unverschämten Aufpreises.
Das Bild im ICE ist (vermutlich) ein ähnliches. Auch wenn ich zu den Leuten gehöre, die immer die 4,50€ (one-way) extra zahlen, um einen Sitzplatz zu haben und daher eigentlich nicht stehen muss, nervt ein total überfüllter ICE schon etwas – Spätestens wenn nach der dritten Androhung einer Räumung durch die Polizei (auf Grund massiver Überbesetztung) dann doch mal ernst gemacht wird! [Auch hier könnte ich leidvoll berichten *heulender-lach-smiley*] Aber egal, meiner Einschätzung nach (gesehen wie viele Leute im Zug saßen und am Gleis mit mir standen) wird es in meinem heutigen Zug definitiv nicht leer gewesen sein!

In der ersten Klasse ist auf jeden Fall mehr Platz. Nicht nur, dass deutlich weniger Leute dort sitzen, es sind auch nur drei Sessel pro Reihe – Anstelle von vier in der zweiten. So Annehmlichkeiten wie gelegentlich Besuche des Bordbistropersonals, eine Tageszeitung ‚gratis‘ oder eine kleine Süßigkeit on top muss ich natürlich auch noch erwähnen 🙂

Aber leider ist natürlich auch nicht alles top. Das WLAN, welches allen nobel Reisenden kostenloses Internet zur Verfügung stellen sollte, funktionierte natürlich nicht. Was genau nicht geht konnte auch in vier Stunden Fahrt nicht geklärt bzw. behoben werden. Einfaches Neustarten des Systems hat auf jeden Fall nicht geholfen…Ich für meinen Teil habe keine IP zugewiesen bekommen, daher war nix mit ‚always online‘. Es wurden für die ganz geschäftigen Geschäftsleute sogar Bestätigungen ausgestellt, dass das Internet nicht ging. Hier taten sich z.T. Abgründe auf… :-@#$…

Alles in allem war die Fahrt erster Klasse schon ein angenehmere Reise, als die sonst üblichen…aber ob es mir regelmäßig den Aufpreis Wert ist?
Da muss wohl mal eine kleine Recherche her, die Aufzeigt was es wirklich mehr kosten würde. Beim Normalpreis keine Frage, da findet es nicht statt, aber bei den Sparpreisen geht ja vielleicht was – Wenn man nicht gerade drei Tage vor Abfahrt bucht ; )

In diesem Sinne – Eine entspannte Vorweihnachtszeit und ein schönes Wochenende.

 

* Durch den Sparpreis konnte ich bei rechtzeitiger Buchung und etwas Flexibilität meinerseits auch ziemlich bis zumindest relativ günstig Bahntickets erwerben : )

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