Archiv für die Kategorie: “Empfehlung”

Empfehlungen die ich ausspreche landen hier. Was hier steht ist getestet und für gut befunden worden!

Vor geraumer Zeit – Vor über einem Jahr, wenn ich mich recht erinnere – berichtete ich mal etwas von einer Freizeitbeschäftigung, bei der man an der frischen Luft ist und dabei etwas von der Gegend zu sehen bekommt.

Geocaching Logo

Dabei handelte es sich um das sogenannte Geocaching. “Damals” war ich mir nicht sicher, ob das allein auch Spass machen würde oder nur, wenn man mit Freunden unterwegs ist auf der Suche nach irgendwelchen Schätzen. Heute weiß ich, dass es durchaus eine Freude sein kann, auch alleine auf die Suche zu gehen :-)

Seit ungefähr drei Monaten bin ich nun auch aktiver Geocacher und kann schon den einen oder anderen Fund verbuchen! Das Tolle an diesem neuen Hobby ist, dass man wirklich viel rauskommt und die Gegend kennenlernt. Es ist ja nicht so, dass man sonst einfach mal irgendeinen Feldweg längspaziert um mal zu sehen wo der hinführt…man nutzt für Spaziergänge oder Bewegung mit dem unmotorisiertem Zweirad eher bekannte Wege…

Ich bin nutze nun auch die unbekannten Wege, um mir immer neue Orte zeigen zu lassen. Dabei ist es in meinen Augen auch wichtig, wie man an die Sache herangeht. Klar könnte man einfach das Auto nehmen, möglichst bis an den Geocache heranfahren, noch kurz suchen und dann gleich weiter zum nächsten oder wieder nach Haus, aber dass macht keinen wirklich Spass und Sinn in meinen Augen.

Es ist viel schöner das Fahrrad zu nehmen und eine ordentliche Tour zu unternehmen. Da muss man sich im Vorfeld ein wenig informieren, zum Beispiel bei Geocaching.com, und dann nimmt mal als Wegpunkte seiner Radtour quasi die drei oder siebzehn Caches, die man eben finden möchte. Nun hat man auch gleich zwei Dinge wunderbar miteinander kombiniert: Man war sportlich aktiv, da man intensiv Fahrrad gefahren ist (dieser Punkt ist natürlich stark von der Tourlänge und Geländebeschaffenheit abhängig – Bei einer 2km “Tour” würde ich noch nicht von Sport reden :-D ) und konnte sich interessante Orte zeigen lassen. Bei den meisten Geocaches gibt es auch noch zahlreiche Infomationen zu der Gegend, der Geschichte oder sonstige Hintergrundinformationen zum Cache, sodass man bei seiner Ausfahrt sogar noch etwas lernen kann – Dieser Punkt ist, zugegebener Maßen, nicht immer gegeben, aber zumindest bei den sogenannten Multicaches [Anm. des Autors: Ein Geocache mit mehren Stationen] eigentlich immer der Fall!

Was man zum Geocachen alles braucht ist so einfach oder vielfältig, wie man selbst es machen möchte. Für das ganz einfache Cachen reicht in der Theorie, neben einem Internetzugang zu Haus, ein Zettel und ein Bleistift. Als erstes schaut man bei Geocaching.com nach einem Cache. Hier muss man genau schauen und vielleicht schonmal mit den Satellitenfotos von Tante-G eine erste Erkundung der Gegend vornehmen, damit man den Schatz nachher auch wirklich findet. Dann sollte man sich eine Karte ausdrucken oder mitnehmen (Der Alexanderschulatlas klappt nicht, der ist Maßstabstechnisch suboptimal :-P ) und dann kanns losgehen. Einfach zum Ziel radeln und dann nach einem Versteck suchen, an dem etwas versteckt sein könnte – Größe steht in der Beschreibung, kann alles sein, von der Filmdose bis zur Tupper-XXL-Salatschüssel!

Wenn man es etwas komfortabler haben möchte, dann sollte man sich ein GPS Gerät zulegen, denn dann kann man die Koordinaten direkt eingeben oder vom Computer überspielen und bekommt die Richtung angezeigt, wo man hinlaufen muss. Da gibt es natürlich Unmengen von Geräten, eine Empfehlung gibts auf Anfrage…oder später irgendwann ;)

Ist man nun vom Cachingfieber gepackt und möchte sich auch an ausgefallenere Geocaches wagen, dann braucht man evtl. auch mehr Ausstattung, wie zum Beispiel eine Taschenlampe, einen Spiegel, Magnete, eine Strickleiter, Laserpointer, UV-Lampe, Schlauchboot, Taucherausrüstung…es gibt nahezu keine Grenzen…

Grundsätzlich reicht aber ein unmotoriesiertes Gefährt, ein GPS-Gerät, Stift und Zettel um die meisten Caches zu bergen. Wichtig sind fast immer feste Schuhe, da die kleinen Schätze nicht selten in der Natur sind, wo eben nicht alles zugeteert und gepflastert ist!

PS: Mit der letztgenannten Ausstattung bin ich bisher auch nur unterwegs und hatte eigentlich noch keine Probleme :-)

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“Hallo, ich heisse Christian* und habe den Mädchenweg gewählt. Den Männerweg überlasse ich Frauen und Kindern, sowie der Generation 60+!”

Soviel zum Einleitenden Zitat zur Bezwingung des Grünten!

Wandergebiet Burgberg

Am Sonntag war es endlich soweit, der Grünten wurde erklommen. Bei bestem Wetter fuhren wir Morgens halb elf mit dem Auto Richtung Wandergebiet Burgberg. In Burgberg selbst kann man sich dann in Richtung Alpenblick orientieren (was evtl. schon aus dem letzten Wanderbericht bekannt sein könnte). Meine Empfehlung: Mit dem Auto in Richtung Alpenblick fahren und nach den ersten beiden kostenpflichtigen Parkplätzen einen der kostenlosen Parkflächen wenige 100m weiter auf der rechten Seite zu nutzen. Hier beginnt auch direkt der Wanderweg zum Gipfel des Grünten mit dem geplanten (ausgeschildertem) Zeitansatz von zwei Stunden.

So starteten wir auch unseren Marsch und bewunderten nach wenigen 100m Metern bereits den ersten kleinen, aber sehr schönen Wasserfall – Der auch gleich für eine Erfrischung gut war ;)

Mädchenweg

Hier entschieden wir uns auch gleich nicht dem befestigtem Weg, welcher sogar mit Auto hätte befahren werden können, zu folgen, sondern dem sogenannten “Winterweg” zu folgen. Dieser geht deutlich direkter den Berg hinauf, denn er folgt zu Beginn erstmal direkt dem Bachlauf. Das Schild dazu sagte auch gleicht, dass es nichts für blutige Anfänger sein und den Schildern zwingend zu folgen sei, da es sonst in deutlich gefährliche Gegenden gehe…natürlich war das genau das Richtige für uns :-)

Wir kamen auch gut vorran, wobei wir zugegebener Maßen noch von einer kleinen Familie überholt wurden…das Vati, wie auch Mutti jeweils ein sehr junges Kind in einem Tragegestell / Rucksack auf dem Rücken hatten verheimliche ich an dieser Stelle einfach mal…

Tote Bäume am Berg

Auf jeden Fall ging es über steinige Wege, Baumwurzel und Felsvorsprüngen immer weiter Bergauf. Gelegentlich kreuzte unser Weg auch mal den “normalen” Weg möchte ich ihn mal nennen…auf diesem bewegten sich auch einige Leute. Mache von ihnen rannten den Berg hinauf, andere wanderten entspannt wieder dem Tal entgegen. Unser vorhaben war weiterhin der aufstieg zum Gipfel und Grüntenhaus!

Nachdem wir einigen Wegweisern gefolgt waren, kamen wir an einen, der uns kurz überlegen ließ, wie es weitergehen sollte. Es gab zwei Möglichkeiten zum Grünten zu kommen. Einmal der “Grünten Winterweg (nur für Fortgeschrittene)” und zum Anderen “Grünten”. Nach kurzer Diskussion ob man unsere zwei Wandertouren schon als ausreichend Erfahrung werten dürfe um uns “Fortgeschritten” zu nennen, entschieden wir uns für den einfachen Weg zum Grünten…ungefähr hier entstand auch das einleitende Zitat…die Familie mit Kind auf dem Rücken hatte damit natürlich garnichts zu tun…

Der weitere Weg war im großen und ganzen genau wie der bisherige Winterweg: Baumwurzeln, Felsen, Felsvorsprügen, Trampelpfade und so weiter…richtig gutes Bergwandern, wobei wir an unser Ausrüstung noch etwas feilen sollten fürs nächste Mal. Schuhe und Rucksack waren ja super, aber so ein Wanderstock für sicheren Halt wäre teilweise doch empfehlenswert gewesen auf diesem Wege!

Grüntehaus Ausblick

Wie dem auch sei, nach guten 75 Minuten waren wir am ersten Zwischenziel, dem Grüntenhaus auf 1537m. Hier gabs die erste richtige Pause inkl. Brotzeit ;)
Der Ausblick von der Terrasse ist einfach bombastisch, kaum in Worte zu fassen und selbst ein Bild ersetzt den Ausblick nicht wirklich. Klare Empfehlung selbst mal dort vorbei zu schauen!

Hier muss ich ein weiteres Zitat anbringen. Jan* äusserte sich doch tatsächlich wie folgt: “Scheiss Touries“. Und dass nur, weil da auf einmal mehrere kleine und größere Gruppen nahezu zeitgleich unsere Ruhe störten, denn bis dahin hatten wir die Berghütte / Terrasse quasi für uns allein :-P

Das Oberallgäu aus Sicht vom Grünten

Dann gings aber auch schon weiter Richtung Gipfel, schließlich wollten wir den ja erreichen. Das gelang auch recht zügig, denn soweit ist ja nicht mehr bis zum 1742m hohen Jägerdenkmal. Hier angekommen gabs den vollständigen Rundumblick übers Oberallgäu, die angrenzenden Berge der Alpen, den Süden Bayerns und rüber nach Österreich (Okay, letzteres ein wenig versperrt wegen der bereits erwähnten Alpen ). Man konnte wirklich verdammt weit schauen, da das Wetter echt gut war.

Ausblick vom GrüntenGrünten Jägerdenktmal

Nachdem die Aussicht von hier oben ausreichend genossen und eine unbestimmte Anzahl an Fotos gemacht war, ging es an der Sendestation des Bayrischen Rundfunk vorbei zurück zur Grüntenhütte. Von dort an einen Wanderweg der innerhalb zweieinhalb Stunden irgendwo in der Nähe unseres Autos rauskommen sollte. Da wir auf keinen Fall den selben Weg zurückgehen wollten blieb uns auch fast nichts anderes übrig…

Auch dies war ein voller Erfolg, wenn es auch im Schatten der Berges etwas frischer war, als auf der Sonnenseite beim Aufstieg. Trotzdem gab es auch hier sehr schöne Aussichten und interessante Weggestaltungen. Erstaunlich fanden wir immer wieder die Bergläufer. Diese Leute wandern nicht, nein sie rennen die Berge rauf und runter…das ist sicher auch schön, aber dafür muss ich wohl noch das ein oder ander mal üben hier im Oberallgäu :-D

Blick auf Berge durch Tannen

Auf dem Weg Richtung Alpenblick haben wir auf 1330m noch einen kleinen Zwischenstop bei der “Alpe Obere Schwande” eingelegt. Hier mussten wir uns nochmal kurz stärken. Der Ausblick hier war auch nicht schlecht, wobei das Grüntenhaus nicht nur bei der Aussicht deutlich besser war!

Ausblick vom Grünten

Von hier aus war der Weg dann wieder deutlich besser ausgebaut. Wir wanderten noch einige Minuten und Meter auf den üblichen verdächtigen Wanderwegen von eben, aber dann begann die Zivilisation und die ausgebauten Wege, ja sogar Strassen waren zu erkennen. Da dauerte es auch nicht mehr lange, bis wir den Alpenblick passierten…

Von da aus sieht man zwar wirklich die Alpen, aber ich empfehle trotzdem das Grüntenhaus zu besuchen, denn dort ist die Aussicht dreimal besser – Wenn dreimal überhaupt ausreicht ;)

Hier noch einige Eindrücke des Tages:
Blick auf SonthofenTannen und Berggipfel mit SchneeBergkette mit Schnee

PS: Ich werde nicht vom Grüntenhaus bezahlt, ich fand es da wirklich nur super :-P

* Anm. des Autor: Namen wurden zum Schutze der Personen geändert wiedergegeben.

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Wie ich ja vor einigen Tagen schon angekündigt hatte, ist es mit der Idee des Schneemann bauens nichts geworden bisher. Das Wetter war einfach zu gut die Woche über, wobei es inzwischen deutlich schlechter geworden ist :-/

Es war bisher zum Glück nicht so wie im Wetterbericht angekündigt, aber schön ist doch irgendwie anders…aber nun zum Wichtigen, dem Reisebericht ;)

Wer mal im Großraum Kempten, Sonthofen (Oberallgäu) ist, der sollte mal den Ort / Ortsteil Winkel aufsuchen. Dort kann man super sein Fahrrad abstellen oder das Auto (gebührenpflichtig) parken und auf eine enspannte Wandertour ohne Stress gehen. Der Grünten ist von dort auch super zu erreichen, das wäre aber schon eine größere Wandertour, wenn man den ~1800m Gipfel erreichen möchte ;)

Meine kleine Empfehlung für schöne zwei Stunden in den Bergen sehen hier wie folgt aus: Ab Winkel den “Nothaldeweg” Richtung Alpenblick folgen. Dieser Weg ist ausgeschildert und wird mit einer Stunde Dauer beschrieben…das kommt auch ganz gut hin, wenn man zwischendurch kleine Pausen macht um Fotos zu machen – Wer nicht ganz so gut zu Fuß ist braucht aber evtl. länger. Ist schon die eine oder andere Steigung drin. Sollte aber normal sein in den Bergen ;)

Haus in ruhiger Lage in den Bergen

Wenn man den Alpenblick erreicht hat, dann kann man entweder die Berghütte nutzen um sich zu stärken oder man geht direkt weiter Richtung Alpe Topfen / “Starzlachklamm”. Dabei kann man auch eine sehr schöne Aussicht genießen und sogar ein Haus in sehr ruhiger Lage bewundern. Da hat man garantiert keinen Stress mit den Nachbarn…aber wohl recht viele Touristen im “Vorgarten” :-P

Wasserfall verdammt steil Bergab

Nach einiger Zeit kann man eine Entscheidung treffen, die den weiteren Verlauf beeinflusst. Entweder man wandert durch den Starzlachklamm oder einfach normal weiter Richtung Parkplatz Winkel (unser Ausgangspunkt). Warum ich das erwähne? Unter “normalen” Umständen kostet die Benutzung des Starzlachklamm wohl irgendwie 2,50 Euro pro Person…das ist mir nicht so ganz klar, denn aktuell ist der Wanderweg gesperrt bzw. die Nutzung auf eigene Gefahr! Sicher ist aber, dass der Weg einen sehr sicheren Eindruck macht – Zumindest wenn man ihn nicht mit seinen Laufschuhen begeht, weil man ursprünglich eine Radtour plante und nun spontan am Bergwandern ist…das ist aber ne andere Geschichte…

Wasserverwirbellung im Gebirgsbach Bergab

Nachdem man dem Weg am Gebirgsbach entlang gefolgt ist und so einige imposante Wasserfälle beobachten konnte, kommt man direkt zu einer Berghütte. Bei dieser müsste man dann auch die “Maut” bezahlen, die ich eben erwähnte…ob man alternativ auch einfach etwas verzehren darf und die Wegbenutzung dafür frei ist, konnte ich nicht erkennen.

Kaulquappen im Gebirgsbach

Nun ists auch schon nicht mehr weit und man erreicht den Ursprungsort der Wandertour wieder, sodass man zurück bei seinem Bike oder halt Auto ist und die Heimreise antreten kann. Vorher allerdings sollte man noch die Kaulquappen bewundern, die in sich in der ruhigen Zone des größeren Baches aufhalten.

Das wars dann auch zum heutigen Wanderbericht mit Fotos. Ich kann die südlichste Stadt Deutschlands echt nur empfehlen…ich sollte hier Ferienhäuser vermieten :-D

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