Ja, es muss viel mehr gegrillt werden! Aus diesem Grund haben wir auch einen Grill beschafft. Der Plan war einen mehr oder weniger guten Einweggrill zu kaufen, denn er muss eigentlich nur vier Wochen halten – Und es soll nicht nur gegrillt werden.

Das ganze Drama begann dann damit, dass im Großraum Starnberg erstmal einen Grill finden muss. Der erste (vielleicht nicht ganz ernste) Versuch wurde beim Lidl in Tutzing gestartet, denn wir mussten ja einkaufen. Hier gab es keinen Grill, aber zumindest alles was man sonst so braucht: Grillkohle, Anzünder und Grillfleisch 🙂 Achja: Alufolie nicht vergessen. Dazu später mehr.

Den ernsthaften Versuche einen Grill zu kaufen machten wir bei Tengelmann. So richtig erfolgreich war das nicht, denn alle Artikel zum Thema grillen waren bereits im Eingang aufgebaut und es war kein Grill dabei 🙁
Stop! Doch es gab da nen Grill…diese Aluschüsseln mit Kohle drin und Rost drauf, die man nur anzünden muss…damit können aber nicht drei Leute ihr Grillfleisch garen => Fällt also aus!

Das Gespräch mit einer durchaus kompetent erscheinenden Fachverkäuferin für alles mögliche ergab, dass es höchstens im Baumarkt den von uns gesuchten Grill geben würde. (Anm. Wir suchten einen einfachen, runden Blechgrill, mit drei Beinen unten und dem Rost oben.)

Damit konnten wir nicht wirklich leben, denn das würde heißen gute 40km fahren nur für so einen blöden Grill. Folglich haben wir es erstmal in Starnberg beim Tengelmann probiert, denn dieser ist doch deutlich größer. Erfolgreich waren wir auch, aber zu welchem Preis…

Neben dem Eingang standen bereis die Rundgrills. Drei an der Zahl, aber alle ohne Preis drauf. Es konnte auch kein Schild im näheren Umfeld ausgemacht werden, welches den Preis verriet. Also egal, eingepackt das Teil, schließlich wollten wir grillen.

An der Kasse dann der Knaller, der Grill kostet doch glatt neun (9) Euro! Das ist mal ein wenig teuer…den letzten Grill dieser Sorte, den ich gekauft habe, kostete gerade mal die Hälfte!

Die Qualität des ganzen war auf den ersten Blick super, denn eine „emaillierte Feuerschüssel“ kann ja nur gut sein 😀
Beim Zusammenbau zeigte sich dann aber, dass die Schrauben nicht ganz so gut sind…die Flügelmuttern sind nicht so ganz genau passend…die eine ging nur mit Schraubendreher und Zange zu befestigen…da flogen die (Metall)Späne…

Nun mein Tipp, wenn man den mehr als teueren Grill mehrfach nutzen möchte:
1. Ganz normal zusammenbauen, Pappkarton aufheben
2. Mit der vorhin gekauften Alufolie die Feuerschüssel vollständig auskleiden
> Einfach reicht, doppelt geht auch (2 Bahnen Alufolie reichen i.d.R.)
> Gern auch den Halter vom Grillrost
3. Ganz normal grillen
4. Grillrost nach dem Grillen vom Grill nehmen und abkühlen lassen
5. Grill ausglühen und abkühlen lassen, Grillrost aber zeitnah Reinigen
6. Alufolie von aussen nach innen zusammenfalten, sodass Kohlereste eingeschlossen sind. Dies dann im Müll entsorgen
7. Ggf. Grill nachreinigen, sollte aber nicht nötig sein
8. Grill zerlegen und wieder Verpacken => sieht aus wie neu 🙂

So einfach kann man seinen total überteuerten Einweggrill mehrfach benutzen, ohne viel Ärger und Aufwand. Den Euro für die Alufolie ist es auf jeden Fall wert, denn die reicht für deutlich mehr als einmal grillen 😉

PS: Man hätte den Grill auch noch teurer kaufen können, denn die örtliche Shell Tankstelle bietet das gleiche Modell für knappe 14 Euro an :-/

PPS: Wie ich hier gesehen habe, gibts auch kostenlose Grills, die man mit nur einem Euro leihen kann – Davon würde ich aber deutlich abraten, soetwas macht man einfach nicht!

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16 Antworten zu “Einweggrill mehrfach benutzen”
  1. Dennis sagt:

    Das Problem beim Grillen im Park oder am See ist ja immer das gleiche: Wo bloß den Grill sauber machen? Ich finde die Idee den Grill mit Alufolie auszulegen richtig toll. Echt klasse, werde ich ausprobieren 🙂

  2. Sascha sagt:

    Also 9 Euro für einen Einweggrill finde ich dann aber auch schon etwas happig im Preis. Dann noch die ganze Mühe beim Besorgen des Grills… da könnte es ja doch fast mehr Sinn machen, sich einen günstigen Mehrfachgrill zu kaufen, die kosten auch nicht viel mehr.

    Gibt da ein paar günstige und dennoch brauchbare Modelle bei Amazon, da muss man noch nicht einmal weit fahren 😀 Unter dem Stichwort „Einweggrill“ gibt es da sogar noch die Einweg-Exemplare – dort auch noch zu den gewohnten Niedrigpreisen. Da muss man nur auf die Versandkosten achten 😉

  3. mr.gene sagt:

    Hi Dennis,
    das mit der Alufolie im Grill klappt wirklich gut. Man muss ihn aber trotzdem ordentlich abkühlen bzw. ausglühen lassen, sonst könnte das gut warm werden darin. Also nicht direkt nach dem Grillen mit Brikkets, die die Hitze deutlich länger halten als Holzkohle, einfach Alufoloe zusammenrollen und in die Tonne werfen!

    @Sascha
    Die Auslegung „Einweggrill“ ist vielleicht auch von mir einfach so definiert worden, andere nennen diesen Grill vielleicht schon „Mehrweggrill“ 😉
    Es ist halt so ein total einfacher Grill mit drei Blechbeinchen, der Feurschüssel und nem Rost oben drauf. Es hält schon alles zusammen, aber so richtig stabil ist anders. Das ganze Rost würde ich nicht voll Grillfleisch legen, da hätt ich Angst…
    Bei Amazon nen Grill kaufen ist auch eine Idee, aber denkbar unpraktisch, wenn man Mittags beschließt, dass man Abends grillen möchte. Folglich muss man da mal eingen Aufwand betreiben 😉

  4. Sascha sagt:

    @mr.gene
    Stimmt, wenn man das so spontan und kurzentschlossen macht, dann ist Amazon wahrlich keine Lösung… noch nicht einmal mit Overnight-Express 😀

  5. Andy sagt:

    Ganz nach dem Motto der Umwelt zu Liebe! Klasse Tipp

  6. Phil sagt:

    Die 1-Euro Variante macht man nicht, sieht aber sehr lustig aus 😛

  7. mr.gene sagt:

    @Sascha
    Nein, da hilft auch Overnight-Express nichts…man kann eben nicht alles im Internet bestellen 😉

    @Andy
    Ja, da kann man beim Grillen noch was gutes tun 🙂

    @Phil
    Genau meine Meinung, sieht lustig aus der zum Grill umfunktionierte Einkaufswagen, macht man aber einfach nicht!

  8. Gucky sagt:

    Ich weiß jetzt garnicht, ob 14 € für einen einfachen Grill teuer ist ?
    Weil ich lange keinen mehr gekauft habe… 🙂
    Wir haben jahrelang so ein Ding im Garten benutzt (3 Beine). Allerdings war da unterhalb des Kohlebeckens noch eine Ablage die der ganzen Sache eine gewisse Stabilität gab.
    Im Garten zuhause könnte man sich auch einen teuereren Grill zulegen. Aber wenn man keinen hat und mal so spontan irgendwo grillen will ist so ein portabler Grill sicherlich gut.
    Allerdings… wenn ich mal irgendwo spontan grillen wollte und müßte hinterher lange darauf warten daß die Kohlen abkühlen (man könnte höchstens löschen :mrgreen: ) dann kann von spontan auch nicht mehr sprechen…
    Im Garten haben wir den Grill einfach stehen gelassen und am nächsten Tag sauber gemacht.

    In meine „wilden“ Zeit hatte ich immer ein paar Steine (Ziegel) im Auto (Heckantrieb, alte Möhre) um Gewicht auf die Hinterachse zu kriegen und einen Rost aus einem Backofen und ruckzuck war der Grill fertig… (Kiesteiche, Badestelle… 🙂 )

  9. mr.gene sagt:

    Hi Gucky,
    also 14Euro für so ein dreibeiniges Blechteil ist sicher zu teuer!
    Die von dir beschriebene Variante kenne ich auch, das ist ein deutlich stabilerer Grill, der auch besser hält. Für zuahause im Garten würde ich sicher auch keine 250 Euro in einen Grill investieren, aber fünfzig Euro darf der dann schon kosten 😉
    Zu der Spontanität nochmal, es ist nicht so, dass es darum ging von jetzt auf gleich am Baggersee zu grillen und anschließend das Weite zu suchen, da war schon ausreichend Zeit geplant um die Sicherheit zu gewährleisten 🙂

    Die „wilde Zeit“ hatte ich dann wohl nicht…weder nen Hecktriebler kann oder konnte ich mein Eigen nennen, noch habe oder hatte ich Steine oder gar Heizköper im Kofferaum 🙂

  10. Zaubi sagt:

    Hmm, ich oute mich mal als Grill-Dau. Alles bisher von mir genutzten Grills waren der standfesteren und damit sicherlich auch der teureren Art. Also Einweggrills habe ich noch nie wissentlich zu Kenntnis genommen.
    Aber jetzt wo du es sagst, hier werden ständig in irgendwelchen Supermärkten angeboten, aber was die kosten???? Keine Ahnung!

  11. mr.gene sagt:

    Hey Zaubi, alter Grill-DAU 😉
    Macht nix, dass du mit den kleinen Grills bisher keine Erfahrungen sammel konntest, du hast da nicht so viel verpasst…
    Die größeren, stabileren und auch teuereren Grills machen eigentlich auch mehr Sinn, aber 1000km von zuhaus entfernt kauft man eben nicht gleich so ein riesen Grill und die Transportkapazitäten sind auch beschränkt, sodass man Plan B braucht, denn grillen ist ein muss bei dem Wetter 😀

  12. markus sagt:

    Also ich finde diese einfachen Grills mit drei Standbeinen für 5-10 Euro preiswert. Wer es günstiger haben möchte sollte sich einfach einen Blecheimer und ein Grillrost mitnehmen 🙂

    Ansonsten ist der Trick mit der Alufolie nicht schlecht, wobei ich lieber auf dem blanken Rost grille – für unterwegs aber sicherlich eine Alternative die man nutzen sollte.

  13. mr.gene sagt:

    Moin Markus,
    preiswert finde ich die für fünf Euro auch, aber bei zehn oder gar 14 Euro finde ich es schon teuer.
    Nur nen Grillrost mit Blecheimer wäre dann doch übertrieben, nen richtiger Grill sollte es schon sein 😉

    Bzgl. des Trick mit der Alufolie im Grill: Die soll nicht über das Grillrost, sondern in die Feuerschüssel, damit diese nicht nach einmal benutzen schon ranzig aussieht und noch gut im AUto transportiert werden kann. Das Rost ganz normal zum grillen benutzt!

  14. markus sagt:

    Hey mr. gene,

    verstehe, dann hab ich das falsch verstanden 🙂 Wir haben es bisher so gemacht, dass wir den Karton dafür hergenommen haben… gut, wir waren auch mal an einem See, da kann man das ganze mal kurz durchspülen wenn man Wasser zur Verfügung hat.

    Ich habe auch schon richtige tragbare Grilles gesehen, aber die kosten um einiges mehr.

    Wie dem auch sei, dir ein schönes Wochenende.. bei mir wird morgen wieder gegrillt….. da freue ich mich jetzt schon auf leckeres Lammfleisch!

    Gruß Markus

  15. mr.gene sagt:

    Hey Markus,
    wenn man natürlich am See sitzt und ca. 100.000m³ Wasser zur Verfügung hat, dann ists echt kein Problem 😀
    PS: Ich habe auch schon schön gegrillt, wenn auch nicht mit Lamm….heute geht da leider nix mehr, hier regnet es :-/

  16. markus sagt:

    Aber Starnberger See hat doch auch jede Menge Wasser. Schöne Gegen übrigens, waren wir über Silvester ein paar Tage.

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