[Trigami-Review]

Heute gibt es einen kleinen Produktvergleich zwischen zwei wirklich leuchtstarken Taschenlampen . Es handelt sich dabei nicht um irgendwelche riesen Monster, sondern so richtig angenehm kleine und handliche LED Taschenlampen.

Es treten die LED Lenser M1 und die Fenix PD20 zur Leistungsbewertung gegeneinander an – Der Gewinner wird nach ausführlicher Erprobung bekannt gegeben 😉

Hier gibt es schon die erste Änderung im Ablauf, denn nachdem ich meinen LED Lenser M1 vs. Fenix PD20 Artikel fertig hatte, stellte ich fest, dass er eigentlich viel zu lang ist. Ewig kürzen wollte ich aber nicht, denn es sollen ja alle Details zur LED Lenser M1, wie auch der Fenix PD20 erhalten bleiben.

Um aber nicht ewig lesen zu müssen, um eine Kaufempfehlung zu finden, (ich hasse das auch immer ) kommt ganz am Anfang das abschließende Fazit und erst danach die Einzeltest 😉

Ich würde die LED Lenser M1 von Zweibrüder Optoelectronics kaufen, denn diese verfügt über einen verstellbaren Fokus, eine angenehmere Bedienung, weniger Hitzeentwicklung und eine Batterie im Lieferumfang! Die Fenix PD20 ist nicht schlecht, aber im praktischen Alltag braucht man eben nicht immer 100% Licht im Fokus, sondern muss oder will auch mal Flächen ausleuchten. Der Wechsel der Lichtintensität ist bei der LED Lenser M1 auch besser gelöst, weshalb meine Empfehlung an die LED Lenser geht!

Sollten nach dem Lesen des ganzen Beitrages noch Fragen zur LED Lenser M1 oder Fenix PD20 offen sein, dann können diese gern via. Kommentarfunktion gestellt werden. Für LED Lenser gibt es auch ein Forum, in dem ihr LED Lenser Experten finden könnt.

1. Lieferumfang
a) LED Lenser M1
LED Lenser M1
Am Auffäligsten ist die recht schicke Geschenkbox, in der die LED Lampe ausgeliefert wird. Es handelt sich dabei um einen schwarzen Karton mit Sichtfenster oben und einem Klappdeckel. Die M1 ist in einer Kuststoffhalterung eingelassen, welche leider etwas fusselt, dafür aber optisch was hermacht. Neben der LED Lenser M1 befinden sich in der Box eine Batterie, eine mehrsprachige Anleitung, eine Halteschnur fürs Handgelenk, eine Kurzanleitung im Schekkartenformat und ein Holster.

b) Fenix PD20
Fenix PD20Verpackt ist die Fenix in einem kleinen Pappkarton, ebenfalls mit Sichtfenster, aber es handelt sich nur um so ein Teil wie es im Supermarkt auch im Regal hängt. Ist weniger schön als die LED Lenser Verpackung, dafür aber fusselfrei. Neben der eigentlichen Lampe befinden sich hier ebenfalls Holster, Halteschnur und Anleitung mit im Karton. Zusätzlich gibt es einen Satz Ersatzdichtungen – Dann ist aber auch schon Schluss!

Bewertung des Lieferumfanges:
Bei der LED Lenser M1 fällt das gut verarbeitete Holster auf, welches durch Klettverschluss und Druckknopfsicherung überzeugt. Dafür gibt es aber auch keine Möglichkeit den Gürtel durch eine beidseitig vernähte Öffnung zu führen, wie es beim Fenix-Holster der Fall ist. Beim Tragekomfort / Nutzbarkeit liegt LED Lenser aber deutlich vorn, denn bei der Fenix hackt der achtkantige Wegrollschutz deutlich am Holster. Dies geht vielleicht nach intensiver Nutzung zurück, stört aber beim Neugerät sehr.
Zu den Bedienungsanleitungen: Klarer Punkt für LED LED Lenser Smart Card Lenser, denn diese ist mehrsprachig und nicht nur in englisch vorhanden. Wirklich brauchen tut man sie aber nicht, denn die soganannte „Smart Card“ erklärt alles wichtige. Diese soll wohl zum mitnehmen sein, was in meinen Augen aber unnötig ist, da man sich die drei Dinge zum Ein- und Umschalten auch so merken kann.
Punkte gutmachen tut die Fenix PD20 mit den mitgelieferten Ersatzdichtungen, denn da gibt es bei der M1 keinerlei Ersatzteile!
Gleichauf liegen beide bei der Halteschnur, dabei kann man aber auch wenig falsch machen 😉
Ein Subjektiv wirklich entscheiderner Punkt geht an die LED Lenser, den hier ist eine Batterie mit dabei – Für die Fenix muss man erst extra eine kaufen!

2. Funktion und Verarbeitung der LED Leuchten
a) LED Lenser M1
Batterieeinbau bzw. -wechel ist sehr einfach, Lampe vorn festhalten, am Ende drehen und scLED Lenser M1 Goldkontakte hon hat man den Verschluss offen und kann die Batterie einlegen. Die Kontakte bestehen auf beiden Seiten aus vergoldeten Federn, sodass der Kontakt zwischen Lampe und Batterie immer gegeben ist.

Die einfache Ein-Knopf-Bedienung, welche durch Schalten und Tasten die unterschiedlichen Modi aktiviert, ist unkompliziert. Einmal drücken und schon hat man die volle Lichtleistung von 190 Lumen (Herstellerangabe), fünf Sekunden später aktiviert sich die erste Stufe des Energiesparmodus mit 155 Lumen und nach drei Minuten schaltet die LED Lampe noch einen Gang ruter auf 60 Lumen. Alle drei Stufen machen richtig gutes Licht, wobei die zweite durch einfaches Aus- und Einschalten sofort wieder erreichbar ist.
Wenn man etwas weniger möchte, dann reicht es beim Einschalten einfach kurz den Schalter anzutippen (Tasten) und dann richtig zu drücken. Durch diesen Vorgang wird der Eco-Betrieb aktiviert und die Lebensdauer aller Komponenten (besonders der Batterie!!!) erhöht.
Nicht zur Erhöhung der Lebensdauer, aber des Spassfaktors, kann man zweimal tasten und dann drücken, denn dadurch aktiviert man den Stroboskop – Modus! Wenn nicht zum Spass gedacht, kann man damit doch seinen Partykeller „ausleuchten“. Die Funktion soll aber eher zum Abwehren von Angreifern sein, wobei ich dieses nicht ausprobiert habe, da das Licht der LED Lenser wirklich übel blendet und ich das niemandem zumuten wollte.
Sehr gut gefällt der einhändig regelbare Fokus der LED Lenser M1, welcher durch einen Schiebemechanismus am Lampenkopf realisiert wurde. So hat man nicht nur Flächenausleuchtung, sodern auch die Möglichkeit einen Punkt bzw. eine weite Entfernung auszuleuchten.
Leicht nachteilig erweist sich der von allen Seiten gut erreichbare Schalter mit Tastfunktion, denn bereits leicher Druck reicht, damit die Lampe aktiviert wird. Sie leuchtet zwar nur solange dieser besteht, aber dann mit voller Leistung. So könnte die LED Lenser dauerhaft das Innere der Tasche beleuchten, wenn sie irgendwo leicht anliegt :-/
Ein weitere Kritikpunkt ist, besonders im direkten Vergleich zur Fenix, dass die LED Lenser einfach nur rund ist. Sie liegt zwar super in der Hand, aber rollt dafür auch einfach vom Tisch, wenn dieser nicht 100% gerade ist.
Kein weiterer Kritikpunkt, aber eine Auffälligkeit: Die LED Lenser M1 ist ein wenig größer als die Fenix PD20, nicht dramatisch größer, aber 2cm machen bei ~10 Gesamtlänge der M1 schon gute 20% aus.

Im wesentlichen unterscheiden sich die beiden LED Lampen nicht, grundsätzlich ist alles ähnlich, aber einige Details gibt es schon, darum hier die wichtigsten.

b) Fenix PD20
Batterieeinbau bei der Fenix ist fast wie bei der LED Lenser M1, einfach festhalten und drehen. Der wesentliche Unterschied ist nur, dass man die PD20 an zwei Stellen „zerlegen“ kann: Der Teil mit der Fenix PD20 Leuchtdiode lässt sich abnehmen, genau wie der Schalter am andern Ende der Lampe – Übrig bleibt dann quasi ein Alurohr. Auch hier sind die Kontake in Gold gehalten, aber nur eine Seite hat eine Feder.
Die Fenix PD20 verfügt ebenfalls über einen Schalter mit Tasterfunktion, sodass schalten und tasten möglich ist. Hier muss man aber grundsätzlich schalten um Licht zubekommen, wenn die LED Lampe dann an ist, kann man per tasten den Modus wechseln. Fenix ermöglich aber erstmal nur den Wechsel zwischen 100% Licht und Stroboskop (dieser ist identisch mit der LED Lenser M1), ist mehr gewünscht, dann muss der Kopf der Lampe leicht verdreht werden. Nun kann man durch Tasten zwischen drei Lichtintensitäten wählen, welche sich von dunkel nach hell durchtasten lassen. Auch hier machen die unterschiedlichen Stufen alle gutes Licht. Man kann bei absoluter Dunkelheit blendfrei etwas lesen, Sicherungen kontrollieren oder eben reduzierte Leuchtkraft zur Schonung der Batterie nutzen. Dies funktioniert alles super, aber das Drehen an der PD20 erfordert beide Hände, sodass die LED Lenser hier deutlich punkten kann!
Auf der andern Seite hat man, wenn die Lampe mit 100% aktiviert wird, auch volle Leuchtkraft – Und nicht nur 5 Sekunden!
Negativ ist allerdings, dass hier der Fokus fest vorgegeben ist. Es gibt keine Möglichkeit diesen zu verändern => Deutlicher Nachtteil und Punkt für die M1.
Eine zusätzliche Funktion, welche die LED Lenser M1 nicht bietet, ist der SOS-Mode, bei dem die Lampe das internationale Notsignal in unendlicher Folge wiedergibt (natürlich begrenzt duch die Kapazität der Batterie).
Wo wir gerade bei zusätzlichen Funktionen sind: Die Fenix PD20 kann man super als „Kerze“ aufstellen. Niedrige Leuchtkraft wählen und dann auf die Seite mit dem Schalter stellen, schon hat man einen Raum so beleuchtet, dass man sich darin bewegen kann und eigentlich alles sieht. Die beiden Vorsprünge, die den Schalter schützen und als Möglichkeit für das Schlüsselband dienen ermöglichen diesen Umstand. Dafür erreicht man den Schalter aber unter Umständen schlechter.

Auswertung Funktion und Verarbeitung
Eigentlich habe ich oben ja schon die Punkte alle angesprochen, beide Lampen sind super verarbeitet, stabil und trotzdem super handlich, klein und kompakt. Hier aber nochmal eine Schnellübersicht der wesentlichen Vor- und Nachteile.

LED Leser M1
Fenix PD20
+ Verstellbarer Fokus
+ automatische Batterieschonung
+ alle Modi direkt Schaltbar
– kein Schutz gegen wegrollen
– leichter Druck auf den Taster = Licht an
+ immer 100% Licht
+ gegen wegrollen gesichert
– keine Batterie im Lieferumfang
– umständliches Umschalten der Modi
– Fest fokussierter Leuchtstrahl

3. 20 Minuten Dauertest
a) LED Lenser M1
Superhell bei Beginn, dann etwas nachlassen, trotzdem duchgehen deutlich heller als andere Taschenlampen. Die Leuchtkraft reicht weiterhin aus um im Dunkeln sehr weit und hell zu leuchten. Die Temperaturentwicklung ist dabei sehr angenehm, denn die LED Lenser erwärmt sich nur minimal. Das angenehm kühle Metallgefühl ist einer nicht unangenehmen Handwärme gewichen. Das Ausschalten und anschließende Wiedereinschalten bringt die erhöhte Leuchtkraft umgehend wieder zurück. Ein abkühlen der LED Lampe ist nicht nötig.

b) Fenix PD20
Ganz klar, auch superhell am Anfang, im Gegensatz zur M1 auch keine sofortige Reduzierung der Leuchtkraft. Die Fenix wird aber gut warm…man könnte sogar fast heiß sagen. Nicht so, dass man sich verbrennt, aber angenehm ist es nicht mehr. Im Laufe der Zeit reduziert sich (rein subjektiv) die Leuchtkraft aber ein wenig. Messen konnte ich es nicht, aber meine Wahrnehmung sagt es mir.

Fazit Dauertest
Bei der Leuchtkraft gleich auf, aber LED Lenser schaltet gleich ein wenig runter, wird dafür aber nicht heiß. Nach kurzer Abkühlzeit legen beide Lampen wieder deutlich zu, wobei die M1 dabei besser ist als die PD20. Dauerhaft in der Hand halten kann man die Fenix nicht, für längere Einsätze empfiehlt sich die LED Lenser!

4. Taschenlampenweitwurf bei Nacht
Nach drei Versuchen gab es einen Sieger in der Kategorie LED-Lampen-im-Stroboskop-Modus-Weitwurf bei Nacht. Mit 2:1 klar gewonnen hat die Fenix PD20, denn sie ist weiter geflogen und hat sich keinen Patzer erlaubt. Die LED Lenser M1 ist bei einem Flug (bzw. vielmehr bei der Landung) leider ausgegangen…nicht kaputt, denn das Einschalten ging sofort wieder, aber aus war sie erstmal :-/
Die Videos davon hatte ich mir qualitativ besser vorgestellt, aber meine Digicam ist da wohl nicht so gut geeignet…da wenig bis garnichts zu erkennen ist, lasse ich sie auch ganz weg – Sorry.

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5 Antworten zu “LED Lenser M1 vs. Fenix PD20”
  1. Hi

    Das Trigami-Projekt mit der Fenix PD20 war doch das 3te von Zweibrüder Optoelectronics? Die haben da ja ganz schön viel Geld ausgegeben, um ihre Taschenlampen unters Blogvolk zu bringen. Ich durfte beim ersten Projekt dabei sein, da war ja neben der M1 noch die M5 und K3 – Led Taschenlampe im Paket. Die waren bei dir wohl nicht mit dabei?

    Meinen Artikel zur M5 findest du übrigens hier: Testbericht der LED LENSER M5 – Taschenlampe

    Wie viel war dein Paket wert?

  2. mr.gene sagt:

    Hey Kiehvotz,
    nein, ich habe keine drei LED Lenser Taschenlampen erhalten – Es waren nur zwei und die Fenix 😀
    Der Gesamtwert lag bei guten 160Euro, wovon die LED Lenser M1 und die Fenix PD20 jeweils ca. 60 Euro „verbrauchen“. Die kleine Schlüsselanhängerlampe von LED Lenser macht dann den Rest 😉

    Alle drei Lampen sind aber super, wobei ich mich wohl von einigen bald trennen werde, denn vier braucht man wirklich nicht! => Das riecht nach einem Gewinnspiel hier 😛

  3. Das riecht nach einem Gewinnspiel hier 😛

    Ha, du Schlitzohr. Geschenkte Sachen verschenkt man nicht weiter 😉

    Mein Paket war auch ca. 160€ (157,90 um genau zu sagen). Aber bei mir hat sich fast jedes Familienmitglied bereits eine Lampe geschnappt. Meine Schwester brauchte eine Lampe, der nächste wollte die kleine Schlüsselanhänger-LED, und eine blieb zum Glück noch für mich ^^

  4. mr.gene sagt:

    Da ich schon seit über einem Jahr Besitzer einer Fenix P2D bin (bzw. war…ich habe die LED Leuchte vor gut zwei Wochen verlegt und finde sie einfach nciht wieder 🙁 ), habe ich eigentlich nicht so spontan das Bedürfnis eine Lampe zu besitzen – Es gehört einfach schon zur Grundaussstattung 😉

    Allerdings musste die Fenix inzwischen der LED Lenser weichen, denn der verstellbare Fokus ist einfach mal DER wesentliche Vorteil!!! Selbst wenn ich die Fenix nicht verlegt hätte, die LED Lenser M1 hat einfach diesen entscheidenen Vorteil – Und war ja auch noch relativ günstig ^^

    Das mit dem Gewinnspiel mach ich aber wirklich noch 😀

  5. […] Euro) 2.) Die LED-Hochleistungstaschenlampe PD20 von Fenix inkl. Batterie – Funktionsgeprüft im Trigami-Test (Preis ~ 60 Euro) 3.) Eine Erleuchtung für das Schlüsselbund: LED Lenser K3 – Neu, OVP inkl. […]

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