Da war ich mal wieder in den weiten des Netz unterwegs und bin da auf folgendes gestoßen: Benjamin äußert sich über Dialekte, deren Gebrauch und Probleme. Des weiteren ruft er zum Mitmachen auf, was ich hier nun mal tue 🙂

Ich komme aus Norddeutschland und spreche klares, deutliches, dialektfreies Hochdeutsch!

Nun ist es so, dass in der Gegend auch „Platt“ gesprochen wird, allerdings eher bzw. nur von den älteren Herrschaften. Ich selbst verstehe Platt so lala… Es hängt weitgehend davon ab, wie sauber und schnell gesprochen wird. Wird langsam und deutlich gesprochen, dann verstehe ich was man von mir möchte, auch wenn ich nicht jedes Wort ins Hochdeutsche übersetzen könnte. Sollten sich aber Omi in Rage auf Platt unterhalten, dann bin ich raus, da seh ich kein Land mehr:-/

Beim Platt sprechen muss ich auch passen, da wurde ich nicht hinreichend erzogen / ausgebildet…macht aber nix, inzwischen sind die Plattsprechenden eher Einzelfälle.

Nachdem ich nun etwas zu mir und meiner Region gesagt habe, möchte ich noch etwas über die Dialekte loswerden, die ich wirklich „liebe„.

Da wären primär erstmal der Großraum Ostdeutschland. Nun will ich mich ja nicht gleich mit der halben Republik anlegen (zumal ich ja in Prenzlau arbeite), aber „enkoofen“ (einkaufen), „loofen“ (laufen) und die Uhrzeiten „dreiviertel irgendwas“ oder „10 vor um eins“ gehen mal garnicht!

Schlimm wirds aber dann, wenn die Sachsen loslegen…ich kenne durchaus welche, die klar und normal (hochdeutsch) reden und nur ganz selten wieder anfangen zu sächseln. Dann ist aber Ende, da versteht man ja garnichts mehr. Wenn Leute aus der Region loslegen, dann sind Hopfen und Malz verloren. Beispiele würde ich ja anführen, aber da ich keinen Schimmer habe wie man dies unklare gebrabbel schreiben könnte lass ich es am Besten einfach 😉

Ansonsten hab ich eigentlich noch nicht so die Erfahrungen mit irgendwelchen komischen Dialekten…bisher sind nur die oben beschriebenen negativ aufgefallen 😀

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12 Antworten zu “Dialekte und Sprachgewohnheiten”
  1. alte Kiehvoz sagt:

    Hi

    vielen Dank für deine Teilnahme 🙂

    die Uhrzeiten “dreiviertel irgendwas” oder “10 vor um eins” gehen mal garnicht!

    Ich könnte mich zum Beispiel nicht mit der Sprechweise „10 nach 1“ anfreunden. Viel einfacher ist es doch „kurz vor viertel 1“ zu sagen 🙂 -> ist Ansichtssache ^^

    Und zum sächsischen Dialekt: Wenn man diesen Dialekt übertreibt, kommt einem der erste Gedanke: „Die sind doch doof!“ Dass der sächsische Dialekt nicht gerade so klingt, als hätten die Benutzer des Dialekts etwas im Kopf, lässt sich nicht abstreiten. Aber meiner Meinung nach klingt der bayrische Dialekt auch nicht gerade „schlauer“. Auch wenn ich damit natürlich niemanden verletzen will, aber es ist nunmal so 😉

    Gruß alte-kiehvotz

    alte Kiehvozs letzer Beitrag im eigenen Blog…Ostergrüße aus Klingenthal

  2. alte Kiehvoz sagt:

    Huch, oben sollte natürlich „kurz vor viertel 2“ stehen 🙂

  3. mr.gene sagt:

    Also meiner Meinung nach ist „10 nach 1“ mal mehr als legitim…wobei ich auch tierischer Fan von 13 Uhr 10 bin 😉

  4. zaubi sagt:

    Hier im Ruhrgebiet sagt man auch: 10 nach 1. Ich krieg einen an der Mütze, wenn ich jemanden sagen höre: es ist dreiviertel 2. Datt heisst hier: Viertel vor 2 !!!

  5. alte Kiehvoz sagt:

    Und das kann ich wieder nicht hören. Hat halt jeder so seine eigenen Ticks!

    alte Kiehvozs letzer Beitrag im eigenen Blog…eigenen Blog bekannter machen

  6. mr.gene sagt:

    Hey Zaubi,
    ich freu mich einen gefunden zu haben, der da ganz meiner Meinung ist 🙂

    Aber auch alte Kiehvoz muss ich zustimmen bzw. recht geben: Es ist halt so, dass jeder seinen Tick bzw. seine Erziehung und Gewohnheit hat. Wäre ich im „Dreiviertel-Land“ aufgewachsen, dann würde ich es vermutlich auch so lieber haben…zum Glück arbeite ich da nur aktuell, sodass es sich mit dem Geviertel in Grenzen hält 😉

  7. alte Kiehvoz sagt:

    Dreiviertel-Land 😀

    Das hab ich auch noch nicht gehört!

  8. Nila sagt:

    Da ich mit dem Camper im Sommer viel unterwegs bin, lerne ich auch viele „Deutsche“ kennen. Also mit Sächsisch habe ich auch immer meine Probleme. Wenn die mal schnell zu reden anfangen, muss man sich echt konzentrieren. Lol, Plattdeutsch, das klingt für mich so „Niederländisch“. Find ich persönlich total witzig.
    Bei mir in Oberösterreich heißt es 10 nach 1, oder dreiviertel 2. Aber unser Dialekt ist ja auch nicht Ohne 😉

  9. Timo sagt:

    Meine Meinung zm Platt: Ich würde es einfach sehr sehr gern sprechen können unser Walle Platt…
    Aber ich kann es leider nur verstehen. Ist aber auch schonmal eine Kunst. Wäre schön, wenn ichs sprechen könnte. Da kann man Menschen sooo schön mit Ärgern *gg*….

  10. mr.gene sagt:

    Hi Nila,
    als Camper lernst man sicher so einige „Deutsche“ kennen 🙂
    Das „Platt“ ähnlich wie niederländisch klingt hab ich auch schon öfters gehört, wobei mir persönlich das nicht so aufgefallen ist…vielleicht weil ich doch noch öfter mal Platt höre, als niederländisch 😉
    Die Sachsen (bzw. sächselnden) sind wirklich ein Traum, hab ich oben ja schon geschrieben 😛

    @Timo
    Das mit dem Platt lernen müsste doch vielleicht sogar noch möglich sein. Bin mir nicht zu 100% sicher, aber die Volkshochschulen bieten sowas evtl. kostengünstig an. Ich muss zugeben mich in diese Richtung nicht so intensiv informiert zu haben, aber gut vorstellen könnte ich mir das. Wobei deine Intension eingentlich keine unterstützenswürdige ist! 😉

  11. Simon sagt:

    Hier im Schwabenland sagt keiner „viertel nach 2“, das heißt „viertel drei“ 🙂

    Simons letzer Beitrag im eigenen Blog…Was ist von “Freien TLDs” zu halten?

  12. […] Blogparaden-Beitrag kam von Genes Lebenswerk mit dem Titel „Dialekte und Sprachgewohnheiten“. Im Beitrag wird unter anderem zum Plattdeutsch, Berlinerisch bzw. auch etwas zum […]

  13.  
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