Heute mal wieder ein Beitrag, bei dem man evtl. 18 sein muss um dabei sei zu dürfen – Nein, es geht nicht um das Eine, sonder um Computerspiele!

Über das Thema habe ich zufällig hier etwas gelesen und werde nun mal meine Gedanken dazu zu Papier bringen in Pixel umsetzen 😉

Auslöser des ganzen war bzw. ist ein auf den ersten Blick „gewöhnungsbedürftiges“ Blog, welches zur Blogparade – Killerspiele und der Jugendschutz rief.

Ich habe die ersten Reaktionen darauf bereits gelesen und glaube, dass alle eine ähnliche Tendenz haben, egal ob die Spiele gespielt oder nicht. Ich glaube nun sogar zu wissen, dass ich mit meiner Meinung dazu nicht ganz alleine bin. Nun aber zum Thema 😉

Einleitend sei nochmals erwähnt, dass ich volljährig bin und somit das geforderte Alter habe, um die sogenannten Killerspiele zu erwerben und nutzen.
Zu den Spielen, welche ich in meiner Freizeit spiele muss ich klar sagen, dass es primär First-Person-Shooter sind. Diese werden nun ja oft auch als Killerspiele bezeichnet…Da wären bei mir persönlich unter anderem einen F.E.A.R. zu erwähnen, über das ich ja auch schon berichtete. Weiterhin bin ich großer Fan von Half Life! Half Life ist in meinen Augen DAS Spiel überhaut. Der zweite Teil überzeugt mit super Grafik und einer spannenden Fortsetzung. Die aktuellen Addons…okay, da bin ich nicht ganz so Fan von…das liegt aber an der Art des Vetriebes, nicht am Spiel – Das ist weiterhin top!
Weitere Spiel die ich gelegentlich spiele oder gespielt habe: FarCry, Battlefield 2, Call of Duty 4, Crysis oder auch mal ne Runde Quake 3.
Eigentlich hab ich ziemlich vieles mal angetestet oder mal mehr gezoggt – Weitere Titel, die mich wirklich gefesselt haben, fallen mir gerade nicht ein.

Eine Frage, die im Rahmen der Parade geklärt werden soll, lautet: Würdet ihr Jugendlichen (z.B. euren Kindern) den Zugang zu diesen Spielen ermöglichen? Wenn ja, ab welchem Alter?
Mein Antwort dazu ein ganz klares JA!
Warum? Ich denke, dass ein stures verbieten einfach unzweckmäßig ist und mal überhaupt keine Wirkung hat! Es ist nunmal ein ungeschriebenes Gesetz, dass verbotene Dinge einfach mehr Spass machen. Aus diesem Grund würde ich sagen, dass eine Absprache / ein Gespräch und ausprobieren unter Aufsicht deutlich der bessere Weg ist. Aufsicht soll hier nun nicht heissen, dass die ganze Zeit daneben gesessen wird. Es geht viel mehr darum, dass gemeinsam geschaut wird was man in diesem Spiel tut und wie es geschieht. Bei Spielen, wo es darum geht viel zu ballern o.ä. ist es ja in 98% der Fälle nicht so, dass das Töten das einzige Ziel oder Sinn und Zweck des Spiels ist. Viel mehr geht es um eine größere Sache, die erreicht werden soll (Hier ist im Schwerpunkt der Multiplayermodus gemeint. Beispiel: Battlefield 2 8on8 Conquest-Modus => Klar wird der Gegner abgeschossen, Ziel ist es aber durch Teamarbeit Flaggen zu erobern und zu halten)
Als Spiel, welches wirklich nur das Töten als Ziel hat fällt mir spontan nur Manhunt ein. Das ist deutlich einfach nur stumpfes töten ohne Sinn und Verstand!
Um nochmal kurz darauf zurück zu kommen warum nicht verbieten: Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Jugendliche immer schlauer sind als ihre Eltern, wenn es darum geht Dinge zu tun, die sie nicht tuen sollten…und so werden sich andere Jugendliche und ggf. irgendwann mal meine (nicht vorhandenen) Kinder Zugang zu diesen Spielen verschaffen!
Zu dem Alter, welches die Jugendlichen oder Kinder haben sollten…hmmm keine Ahnung…das eben geschriebene steht, aber ganz glücklich wäre ich auch nicht, wenn ein siebenjähriger am Rechner nur F.E.A.R. zoggt :-/

Nun soll will ich noch einige Worte zur Zensur von Computerspielen sagen. Der deutsche Jugendschutz ist sehr hart bzw. die Gesetzte dafür verbieten so einiges. Es gibt zu nahezu jedem Spiel eine „normale“ Version für den Weltmarkt und eine deutsche Version extra für uns. Zum Teil wurden schon Spiele paralell entwickelt bzw. die Umsetzung in zwei Versionen durchgeführt. Mir fällt grad nicht ein welches bzw. welche es waren, aber es gab da welche…bin da nicht mehr so drin in der Materie 🙁
Woran ich mich noch sehr gut erinnere ist die Demo von Half Life! Das war `97 oder so…ist auf jeden Fall schon ewig her…
Ich hatte damals eine oder die englische Demo. Darin spielte man Freeman und kämpfte im späteren Verlauf auch gegen böse Soldaten. Diese waren ganz normale Animationen eines Menschen, wie auch die netten Doktoren oder Sicherheitskräfte die einem halfen. Wenn hier einer abgeschossen wurde, dann gab es einige rote Pixel, der getroffene fiel zu Boden und war wenig später weg. Mag sein, dass er bei High-End-Konfigurationen auch ewig liegen blieb, bei mir waren die auf jeden Fall weg nach ner Zeit.
In der deutschen Demo, die ich später auf einer HeftCD fand war das alles etwas anders. Die „guten“ Leute waren weiterhin normal animierte Menschen, aber die bösen Soldaten waren „etwas“ modifiziert: Es waren Kampfroboter, welche riesig und kantig waren. Wenn hier ein guter getroffen wurde, passierte erstmal nix, bis er dann zu Boden gehen würde. Ists soweit gekommen, dann setzte er sich auf den Boden, schüttelte mit dem Kopf und wurde langsam aber sicher durchsichtig, bis er dann unsichtbar bzw. weg war. Bei den Roboter wars nicht ganz so schlimm, die sind nach dem Aufschlagen auf den Boden einfach nur weg gewesen.
In meinen Augen, damals und auch heute noch, total lächerlich…auf den Boden setzten und kopfschütteln…naja, war halt so.

Wie man sicher schon aus aus dem Beitrag erlesen konnte, bin ich nicht ganz so der Fan von den Jugendschutzgesetzen bzw. deren Umsetzung – Zumindest im Bereich der Medien, wie hier Computerspiel. Bei der Frage ob ich ihn für ausreichend halte oder ein generelles Verbot fordern bzw. befürworten würde, muss ich ganz klar sagen: Mehr als ausreichend, eher zu doll! Deutliches Nein zu generellen Verboten!
Ich denke, dass in diesem Bereich deutlich ausreichend gesetzlich geregelt wird, sodass da für Deutschland kein Nachholbedarf besteht.

Abschließend gehts kurz noch um sinnvolle Alternativen zum Verbot von Killerspielen. Ich denke ein Verbot sollte nur in absoluten Ausnahmefällen erfolgen (Beispiel: Manhunt). Für alles andere sollte die FSK oder die USK ausreichen / einspringen. Es macht mehr Sinn Aufklärung zu betreiben, als einfach nur zu verbieten. Klar soll das kein Freischein für siebenjährige werden, aber ein Verbot entbindet ja auch nur theoretisch die Eltern von ihrer Aufsichtspflicht. Hier sollten die Eltern und Kinder / Jugendlichen zusammenarbeitenspielen. Wenn die Einstufungen der FSK / USK beachtet werden, dann befinden wir uns schon deutlich im grünen Bereich, denn die sind beide nicht bekannt dafür Spiele zu lasch zu beurteilen – Eher gegenteiliges ist der Fall.

Als allerletztes möchte ich noch ChrHigh & mumie99 vom Shredder Blog zitieren, da ich deren Aussage schon recht treffend finde!
„60% aller Attentäter spielen Gewaltspiele. 99% aller Attentäter essen Brot. Die FSK/USK von Brot sollte also auch mal überprüft werden…“

Denkt mal drüber nach!

Ich hoffe nun sämtliche Fragen geklärt zu haben und würde mich über Reaktionen, Kommentare und Diskussionen freuen. Ihr könnt auch eure Meinung zu allen sechs Fragen als Beitrag in eurem Blog posten und einen Trackback herschicken, sollte euch mein Beitrag zu einem Eigenen genötigt haben 🙂

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15 Antworten zu “Killerspiele – (M)eine Meinung dazu”
  1. Ben sagt:

    Hey Gene…
    Ich selber bin auch einer der Befürworter von Shootern, weil es Spass macht und Aggressionen abbaut, die dann nicht in einer Prügelei auf dem Spielplatz verlegt wird, doch ich selber achte schon sehr darauf, wie sich meine Tochter im Internet und am Mac bewegt und wäre nicht wirklich glücklich, sie mit einem Shooter zu sehen…
    Also dagegen oder dafür, selber weiss man sich ja ( hoffentlich ) einzuschätzen, doch hättest Du ein Kind, würdest du tatenlos zusehen, wie Deine Kinder sich ( virtuell ) erschießen ?

  2. mr.gene sagt:

    Ja, Nein, vielleicht…natürlich nicht verdammt! Ich hatte gehofft, dass das deutlich wird :-/

    Kinder / Jugendliche sollten schon mehr oder minder alle Spiele spielen dürfen, aber eben mit Absprache / unter Aufsicht der Eltern und dem Alter (gem. Geburt und auch geistiges Alter) entsprechend. Und das FEAR für einen siebenjährigen nix ist habe ich doch auch geschrieben. Hier ist dann wieder deutlich die Kompetenz der Eltern gefragt => Deine Tochter zoggt ja auch kein FEAR hoffe ich jetzt mal. Nee, kann ich deinem Kommentar ja schon entnehmen 😉

    Zum Glück hab ich ja keine Kinder, die sich gegenseitig erschießen könnten…aber was würdest du sagen, wenn deine Tochter in gut 10 Jahren professionelle CounterStriker`in ist? Währe das auch so schlimm, als wenn sie heute schon Spiele wie diese spielt? Mal Abgesehen davon das CS doof ist ( 😀 ) denke nicht oder?

  3. Ben sagt:

    Ach, da spielen so viele Kriterien ein, ich finde, heutzutag gehören Shooter schon zur Allgemeinbildung und man sollte mindestens einen Gespielt haben, um Vorurteile bilden zu dürfen ( Oha, ich sehe die Kripo mich schon in Handschellen wegführen, weil ich Gewalt verherrlicht haben soll 😀 ) ich achte auch sehr darauf, dass meine Kleine sich mit dem Internet auseinandersetzt und damit zurecht kommt, nicht umsonst hat sie schon eine Homepage und darf beim Spielaffen rumwuscheln…

    Doch ab welchem Alter ich ohne Herzrasen und gutem Gewissen Ihr ein Shooter „erlauben“ soll, weiss ich jetzt noch nicht und möchte ich auch noch lange nicht drüber nachdenken, mehr Angst mache ich mir um die ersten Beziehungen und sexuellen Erfahrungen, die sie mit nach Hause schleppt

  4. mr.gene sagt:

    Das könnte wird auch ziemlich spannend für dich…da könntest du recht haben 😀

    Kindererziehung ist halt nicht einfach und schon garnicht langweilig. Da hast du immer Action ohne Pause, zurückspulen und nochmal 😉

  5. Pogoschaf sagt:

    Also ich denke, dass man seinen Kindern (auch wenn ich keine habe, dafür aber ’nen kleinen Bruder) schon anmerkt, wann sie differenziert genug an solche Sachen herangehen (natürlich unter der Vorraussetzung, dass man sich mit ihnen beschäftigt, in der ein oder anderen Art). Man kann da, das denke ich jedenfalls, kein eindeutiges Alter angeben. Ich habe halt schon mit 14 Spiel gespielt, die eine Freigabe ab 16 hatten. Dem kleinen Bruder meiner Freundin würde ich heute noch keine Spiele ab 16 spielen lassen, obwohl er im August 16 geworden ist. Aber im Grunde genommen haben wir da ja alle den gleichen Ansatz.

  6. Ben sagt:

    Ich finde, Pogoschaf bringt es ziemlich auf den Punkt, spannend ist es allemal und letztendlich obwiegt ( sollte ) der gesunde Menschenverstand. Mädchen gehen mit dem Thema nochmal anders um als Jungs finde ich, sodass meine Kleine nicht ganz so interessiert dran geht 😀

  7. mr.gene sagt:

    Pogoschaf bestätigt nochmal, was ich evtl. nicht so exakt ausformuliert habe: Es kommt auf die Person an. Ist der oder die betreffende geistig so fit zu sehen worum es geht, dann stellen Spiele kein Problem dar, handelt es sich aber um eine nicht ganz so clevere Person, dann sollte es vielleicht lieber unterlassen werden „Killerspiele“ zu spiele.

    Ich finde meine Formulierung schon wieder nicht top, aber ich glaube man versteht es 😉

    @Ben
    Von der Seite hatten wir es bisher ja noch garnicht betrachtet, aber du hast sicher recht, dass der Anteil weiblicher Spieler deutlich geringer ist. Andereseits bestätigen Ausnahmen ja die Regel 😀

  8. Pogoschaf sagt:

    Ich glaube, das liegt einfach an der unterschiedlichen Wahrnehmung unserer Umgebung. Männer haben grundsätzlich eine Art die Welt zu sehen, die sich meist auf ein Objekt konzentriert. Das war zu Zeiten des Jägers bestimmt ganz praktisch, wenn man sich auf einen Büffel /ein Mammut (keine Ahnung) aus der Herde konzentrieren muss um ihn / es von der Herde zu trennen. Ich denke, dass bei einem Ego-Shooter der Mann so ein wenig vom Jagdfieber gepackt wird. Frauen hingegen haben eher den Überblick. Frauen können ihre Konnzentration irgendwie aufteilen und die vielen Zusammenhänge im Blickfeld behalten. Als Sammlerin sicher auch sehr praktisch. Die kleinen Kiddies beaufsichtigen, nach gefährlichen Tieren Ausschau halten und nebenbei noch was zu essen finden, waren sicher nicht unbedingt leichte Aufgaben, wenn alles gleichzeitig von statten geht. Daher kommt vielleicht auch dieser Sims-Fanatismus einiger Frauen, da das ein Spiel ist, wo eine Frau grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel) einen Vorteil gegenüber einem Mann hat.
    Vielleicht liege ich auch ganz falsch… aber ich glaube es könnte daran liegen.

  9. […] Teilgenommen haben an der Blogparade: Shredder Blog MMOG-Welt Online Spiele Welt pogoschaf Genes Lebenswerk […]

  10. Marcel sagt:

    Da ich auch öfter mit dem Thema zu kämpfen habe, gebe ich kurz mal meinen Senf dazu. Wenn ich ehrlich bin halte ich die meisten hier so langsam für verrückt oder doof ich weiß nicht was mir lieber wäre. Nehmen wir mal den Amoklauf diesen Jahres. Da ging der Aufschrei wieder auf Counter-Strike los. Anstatt die wirklichen sozialen Probleme der Jugendlichen zu hinterfragen wird nach schnellen Lösungen geschrien um den Otto-Normal-Dummi zu beruhigen. Na Klar die Computerspiele sind schuld und abends wenn Mutti ihr liebes ZDF Montagsfilmchen guckt werden wieder 100 Leute heimtükisch ermordet und Mutti fiebert schon wer wohl der Täter war. Ja genau so ist unsere Welt, in Afrika verhungern unsere Artgenossen täglich und im Irak werden sie erschossen und die Medien zeigen uns jeden Tag schön Gewalt und Verbrechen aber Schuld sind die PC-Spiele.

  11. mr.gene sagt:

    Moin Marcel,
    das Thema Killerspiele ist echt der helle Wahnsinn, da kann man echt immer drüber schreiben. Ich wollte nach dem Ereigniss, welches du angesprochen hattest, im ersten Moment auch einen Beitrag darüber schreiben, aber da gab es dann schon deutlich genug andere, die diese erledigt haben.
    Meine Meinung zu der Sache mit den „Killerspielen“ hat sich auch nicht grundlegend geändert…eigentlich garnicht…die wahre / reale Welt ist deutlich schlimmer, härter, gewaltätiger als der Großteil sämtlicher Killerspiele!

    MfG

  12. gratis spiele sagt:

    Killerspiele sind wirklich nicht für labile Menschen

  13. mr.gene sagt:

    Ja Herr oder Frau „gratis spiele“, labile Menschen sollten lieber nicht solche Spiele spielen…

    Und labile SEOs sollten nicht versuchen mit wirklich schlechten Kommentaren irgendwelche Links zu ergaunern…

  14. Kai sagt:

    Also ich finde die Diskussion um Killerspiele auch total überzogen. Wenn man 18 ist, sollte man doch selbst entscheiden dürfen, welche Spiele man spielt!

  15. Lars sagt:

    Ich kann die ganze Diskussion auch nicht verstehen.
    Wofür gibt es denn die USK, wenn die sagen man darf es erst ab 18 spielen, dann ist die Sache doch geklärt. Wenn das Spiel zu krass wäre dann würde es ja auch gar nicht erst bei uns auf den Markt kommen.
    Ich hab ja auch nicht nur Lust so zu spielen wie das hier.

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