Ja, es muss viel mehr gegrillt werden! Aus diesem Grund haben wir auch einen Grill beschafft. Der Plan war einen mehr oder weniger guten Einweggrill zu kaufen, denn er muss eigentlich nur vier Wochen halten – Und es soll nicht nur gegrillt werden.
Das ganze Drama begann dann damit, dass im Großraum Starnberg erstmal einen Grill finden muss. Der erste (vielleicht nicht ganz ernste) Versuch wurde beim Lidl in Tutzing gestartet, denn wir mussten ja einkaufen. Hier gab es keinen Grill, aber zumindest alles was man sonst so braucht: Grillkohle, Anzünder und Grillfleisch
Achja: Alufolie nicht vergessen. Dazu später mehr.
Den ernsthaften Versuche einen Grill zu kaufen machten wir bei Tengelmann. So richtig erfolgreich war das nicht, denn alle Artikel zum Thema grillen waren bereits im Eingang aufgebaut und es war kein Grill dabei
Stop! Doch es gab da nen Grill…diese Aluschüsseln mit Kohle drin und Rost drauf, die man nur anzünden muss…damit können aber nicht drei Leute ihr Grillfleisch garen => Fällt also aus!
Das Gespräch mit einer durchaus kompetent erscheinenden Fachverkäuferin für alles mögliche ergab, dass es höchstens im Baumarkt den von uns gesuchten Grill geben würde. (Anm. Wir suchten einen einfachen, runden Blechgrill, mit drei Beinen unten und dem Rost oben.)
Damit konnten wir nicht wirklich leben, denn das würde heißen gute 40km fahren nur für so einen blöden Grill. Folglich haben wir es erstmal in Starnberg beim Tengelmann probiert, denn dieser ist doch deutlich größer. Erfolgreich waren wir auch, aber zu welchem Preis…
Neben dem Eingang standen bereis die Rundgrills. Drei an der Zahl, aber alle ohne Preis drauf. Es konnte auch kein Schild im näheren Umfeld ausgemacht werden, welches den Preis verriet. Also egal, eingepackt das Teil, schließlich wollten wir grillen.
An der Kasse dann der Knaller, der Grill kostet doch glatt neun (9) Euro! Das ist mal ein wenig teuer…den letzten Grill dieser Sorte, den ich gekauft habe, kostete gerade mal die Hälfte!
Die Qualität des ganzen war auf den ersten Blick super, denn eine “emaillierte Feuerschüssel” kann ja nur gut sein
Beim Zusammenbau zeigte sich dann aber, dass die Schrauben nicht ganz so gut sind…die Flügelmuttern sind nicht so ganz genau passend…die eine ging nur mit Schraubendreher und Zange zu befestigen…da flogen die (Metall)Späne…
Nun mein Tipp, wenn man den mehr als teueren Grill mehrfach nutzen möchte:
1. Ganz normal zusammenbauen, Pappkarton aufheben
2. Mit der vorhin gekauften Alufolie die Feuerschüssel vollständig auskleiden
> Einfach reicht, doppelt geht auch (2 Bahnen Alufolie reichen i.d.R.)
> Gern auch den Halter vom Grillrost
3. Ganz normal grillen…
4. Grillrost nach dem Grillen vom Grill nehmen und abkühlen lassen
5. Grill ausglühen und abkühlen lassen, Grillrost aber zeitnah Reinigen
6. Alufolie von aussen nach innen zusammenfalten, sodass Kohlereste eingeschlossen sind. Dies dann im Müll entsorgen
7. Ggf. Grill nachreinigen, sollte aber nicht nötig sein
8. Grill zerlegen und wieder Verpacken => sieht aus wie neu
So einfach kann man seinen total überteuerten Einweggrill mehrfach benutzen, ohne viel Ärger und Aufwand. Den Euro für die Alufolie ist es auf jeden Fall wert, denn die reicht für deutlich mehr als einmal grillen
PS: Man hätte den Grill auch noch teurer kaufen können, denn die örtliche Shell Tankstelle bietet das gleiche Modell für knappe 14 Euro an :-/
PPS: Wie ich hier gesehen habe, gibts auch kostenlose Grills, die man mit nur einem Euro leihen kann – Davon würde ich aber deutlich abraten, soetwas macht man einfach nicht!
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